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USDA setzt auf strengere Kontrollen für Tierhaltungs- und Umweltlabels

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Glaubwürdigkeit von Tierhaltungs- und Umweltlabels, wie „ohne Antibiotika“ oder „aus regenerativer Landwirtschaft“, zu stärken. Der Food Safety and Inspection Service (FSIS) des USDA hat festgestellt, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht, um die Vertrauenswürdigkeit dieser Kennzeichnungen zu gewährleisten.

Ab September 2023 führte der FSIS Stichprobenuntersuchungen durch, bei denen Leber- und Nierenproben von insgesamt 189 Rindern aus 79 Schlachthöfen in 34 US-Bundesstaaten analysiert wurden. Entgegen der Label-Angabe „ohne Antibiotika“ wurden in 20 % der Fälle, also bei 37 Proben, Rückstände von Antibiotika gefunden. Es handelte sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Antibiotika, darunter Tulathromycin, Monensin, Chlortetracyclin, Oxytetracyclin, Tetracyclin, Penicillin, Tildipirosin, Tilmicosin, Gamithromycin und Sulfamethazin.

Die detaillierten Ergebnisse dieser Untersuchung sollen bald veröffentlicht werden. Das USDA hat bereits die betroffenen Fleischproduzenten informiert und fordert nun schärfere Kontroll- und Rückverfolgungsmaßnahmen. Zusätzlich sind weitere Tests geplant, um die Einhaltung der Standards zu überprüfen.

Zur Verbesserung der Situation empfehlen Experten die verstärkte Einbindung unabhängiger Drittanbieter zur Zertifizierung. Diese sollen helfen, die Einhaltung der Richtlinien auf den Betrieben strenger zu überwachen. Ebenso wird eine präzisere Dokumentation der tier- und umweltbezogenen Labels gefordert, um die Transparenz und Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

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