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NABU fordert entschlossene Umsetzung der EU-Waldverordnung in Deutschland

Deutschlands Wälder stehen vor großen Herausforderungen. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sind Dürre, Schädlinge und Extremwetter die Hauptverursacher für den schlechten Zustand der Wälder, wobei nur noch rund 20 % der Bäume als gesund gelten. Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes fordert der NABU eine umfassende Unterstützung für die Wälder.

Spielraum bei der Umsetzung der EU-Verordnung

Die Naturschutzorganisation betont die Notwendigkeit einer entschlossenen Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (WVO). Ein kürzlich vom NABU veröffentlichtes Rechtsgutachten hebt hervor, dass Deutschland bei der Umsetzung dieser Verordnung über beträchtlichen Spielraum verfügt. Der NABU unterstreicht, dass es entscheidend sei, den Nationalen Wiederherstellungsplan praxisorientiert zu gestalten und die Bevölkerung in ländlichen Gebieten aktiv einzubinden.

Langfristige Investitionen sind lohnenswert

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger weist darauf hin, dass jeder Euro, der in die Wiederherstellung instabiler Wälder investiert wird, einen Nutzen von 10 Euro generieren kann. Die WVO bietet einen klaren rechtlichen Rahmen, um geschädigte Ökosysteme schrittweise zu stabilisieren und notwendige Ressourcen bereitzustellen. Angesichts der gegenwärtigen ökologischen Krise sei dies sowohl dringend erforderlich als auch machbar. Zudem eröffne es erhebliche Chancen für ländliche Räume.

Fehlannahmen als Hindernis

Das vom NABU erstellte Gutachten stellt zudem fest, dass viele derzeit kursierende Gegenargumente zur EU-Verordnung auf Missverständnissen beruhen. Um den Erfolg des Nationalen Wiederherstellungsplans sicherzustellen, müsse dieser die Interessen aller Beteiligten und Regionen berücksichtigen. Krüger betont, dass die Wiederherstellung der Natur ein Generationenprojekt sei – vergleichbar mit dem Klimaschutz – und beide Aspekte untrennbar miteinander verbunden seien. Eine gemeinsame Aktion von Bund und Ländern zusammen mit Waldbesitzern und Kommunen könnte zu stabileren Wäldern sowie natürlichem Hochwasserschutz führen und insgesamt lebenswerte Landschaften schaffen.

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