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Landwirtschaftliche Genossenschaften stellen effektive Lösungen im Wettbewerb dar

Die Rolle der Agrar-Genossenschaften in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg spielen Agrar-Genossenschaften eine tragende Rolle, um den kleinbetrieblichen Strukturen in der Landwirtschaft und der starken Position des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) erfolgreich zu begegnen. Dies betont Peter Hauk, der Agrarminister des Landes, unter Berufung auf eine aktuelle Untersuchung der Universität Hohenheim. Die Studie, die im Auftrag des baden-württembergischen Agrarministeriums durchgeführt wurde, unterstreicht die Bedeutung genossenschaftlicher Zusammenarbeit als effektive Lösung für zahlreiche Herausforderungen in der Agrarwirtschaft.

Wichtige Erfolgsfaktoren für Genossenschaften

Die Studie, geleitet von Prof. Dr. Sebastian Hess, identifiziert mehrere Schlüsselaspekte, die für den Erfolg von Agrar- und Ernährungsgenossenschaften entscheidend sind. Dazu zählen ein innovatives Denken in der Führungsebene und bei den Mitgliedern, eine Offenheit für Veränderungen sowie klare, effiziente Kommunikations- und Entscheidungswege. Prof. Hess betont, dass die Mitglieder durch ihr Engagement maßgeblich zum Erfolg ihrer Genossenschaft beitragen können.

Demokratische Strukturen und regionale Identität

Dr. Ulrich Theileis, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), äußert sich ebenfalls positiv über die Rolle von Genossenschaften. Er hebt hervor, dass deren demokratische Organisationsform, die starke regionale Verwurzelung und das oft über Generationen hinweg gepflegte Nachhaltigkeitsbewusstsein sie zu idealen Akteuren für den Transformationsprozess in der Agrar- und Ernährungswirtschaft machen. Genossenschaften trügen wesentlich zur Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wertschöpfungsketten bei, so Theileis.

Die Aktualität der genossenschaftlichen Idee

Minister Hauk unterstreicht die Bedeutung der genossenschaftlichen Idee, die auch heute nichts an Aktualität eingebüßt hat. Er erinnert daran, dass die Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung, die einst von Friedrich Wilhelm Raiffeisen etabliert wurden, eine entscheidende Rolle spielen. Die Fähigkeit der Genossenschaften, Ressourcen zu bündeln und innerhalb der Wertschöpfungskette zu steuern, sei insbesondere in einer von kleinen Betrieben geprägten Agrarstruktur wie in Baden-Württemberg und angesichts der Dominanz des LEH unverzichtbar.

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