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EU erwägt neue Handelspartner bei Spannungen mit den USA

Eine Stärkung der Handelsbeziehungen mit der Ukraine und den Mercosur-Staaten könnte für Europa vorteilhaft sein, falls es zu einem Handelskonflikt mit den USA kommen sollte. Diese Einschätzung äußerte EU-Agrarkommissar Christoph Hansen in einem Gespräch mit Euronews.

Der Handelsvertrag mit dem südamerikanischen Block, zu dem Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gehören, sowie die weitere Einbindung der Ukraine in den gemeinsamen Agrarmarkt bieten nach Hansens Auffassung Möglichkeiten, die die Europäische Union angesichts der weltweiten Handelsspannungen nicht ignorieren sollte. Besonders wichtig ist dabei die Perspektive einer möglichen EU-Mitgliedschaft der Ukraine.

Zur aktuellen Lage erläuterte der Kommissar, dass das derzeitige Handelsmodell zwischen der EU und der Ukraine, bekannt als autonome Handelsmaßnahmen, nach dem russischen Angriff 2022 eingeführt wurde. Diese Regelung setzt vorübergehend alle Zölle und Kontingente für ukrainische Agrarexporte aus.

Wie der EU-Vertreter betonte, läuft dieser Rahmen im Juni 2025 aus und kann nicht erneut verlängert werden, da bereits eine Verlängerung stattgefunden hat. Er muss daher durch ein entsprechendes Freihandelsabkommen ersetzt werden. Hansen zeigte sich zuversichtlich, dass dieser erste Schritt in Richtung einer Annäherung zur Erweiterung gelingen wird.

Der EU-Agrarkommissar fügte hinzu, dass ein möglicher Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten auch die Argumente für den Abschluss eines langfristigen Abkommens zwischen der EU und dem Mercosur-Block verstärkt.

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