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Afrikanische Schweinepest: Spanische Ferkelnachfrage stabilisiert Markt

Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in der Region um Barcelona hat im vergangenen Jahr erhebliche Auswirkungen auf den europäischen Ferkelmarkt gehabt. Besonders betroffen waren die Niederlande, die Spanien als größten Abnehmer von Ferkeln haben. Bis November 2025 exportierten die Niederlande wöchentlich rund 50.000 Ferkel nach Spanien, doch mit dem Jahreswechsel halbierte sich diese Zahl auf etwa 25.000 Tiere pro Woche. Die Angst vor einer weiteren Ausbreitung der ASP führte dazu, dass viele spanische Mäster zögerten, neue Ferkel zu kaufen.

Erholung des Marktes seit Anfang des Jahres

Seit Januar dieses Jahres zeigt sich jedoch eine spürbare Erholung der Nachfrage nach Importferkeln in Spanien, wie niederländische Vermarkter berichten. Bereits in der dritten Kalenderwoche stiegen die Exporte aus den Niederlanden wieder auf 47.000 Ferkel pro Woche an, so die Daten der niederländischen Exportbehörde RVO. Experten führen diese schnelle Erholung darauf zurück, dass die ASP sich in Spanien nicht wesentlich verbreitet hat und dass die spanischen Mäster dringend Ferkel benötigen, um die steigende Nachfrage nach Schweinefleisch zu Beginn der Urlaubssaison im Frühsommer zu decken.

Preisentwicklung für Ferkel

Die steigende Nachfrage könnte auch Auswirkungen auf die Preise haben. In normalen Zeiten zahlen spanische Abnehmer Aufschläge von 12 bis 16 Euro pro Ferkel über den deutschen Nord-West-Notierungen, berichten niederländische Händler. Nach dem Einbruch der Nachfrage sind solche Preisaufschläge derzeit allerdings noch nicht durchsetzbar.

Die Stabilisierung des Marktes lässt jedoch hoffen, dass sich auch das Preisniveau bald erholen könnte, da die spanischen Mäster ihre Bestände wieder auffüllen müssen, um der saisonalen Fleischnachfrage gerecht zu werden.

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