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Weizenpreise steigen leicht – Rohstoffmärkte unter Druck

An der Terminbörse in Paris hat der Weizenpreis zur Wochenmitte erneut leicht zugelegt. Der vorderste Liefertermin im September kletterte um einen Euro auf 196,75 Euro pro Tonne. Am Vormittag des 10. Juli lag der Kurs für diesen Future sogar bereits über der Marke von 200 Euro pro Tonne.

In den Vereinigten Staaten zeigte sich der Weizenhandel am Mittwoch uneinheitlich. Der September-Kontrakt für Soft Red Winter Weizen an der CBoT verlor 0,75 Cent und lag bei 5,47 US-Dollar je Bushel. Das entspricht umgerechnet rund 171 Euro pro Tonne. Während Landwirte angesichts der niedrigen Preise zögern, ihre Ware zu verkaufen, halten sich Spekulanten ebenfalls zurück.

Im Handel mit Sojabohnen und Raps sorgten geopolitische Spannungen weiterhin für Druck auf die Kurse. Der ungelöste Konflikt zwischen den USA und China sowie gestiegene Einfuhrzölle für asiatische Länder erschweren die Marktbedingungen. Der meistgehandelte November-Termin für Sojabohnen verlor 5,75 Euro und fiel auf 474 Euro pro Tonne. Raps gab in Paris ebenfalls nach, der November-Kontrakt schloss mit einem Minus von 10,20 Cent bei 10,07 US-Dollar je Bushel, was etwa 316 Euro pro Tonne entspricht.

Beim Maishandel in Chicago kam es hingegen zu leichten Kursgewinnen. Der Dezember-Future legte um 1,25 Cent zu und erreichte 4,15 US-Dollar je Bushel, also rund 140 Euro pro Tonne. Die Kurserholung wurde durch Rückkäufe zuvor leerverkaufter Positionen sowie gezielte Käufe zu günstigen Preisen gestützt. Die insgesamt guten Aussichten für die Maisernte begrenzen jedoch die Spielräume für größere Preisanstiege.

Im Segment der Kartoffelterminkontrakte an der European Energy Exchange (EEX) setzte sich der Preisrückgang fort. Der saisonprägende April-2026-Termin fiel auf etwas über 10 Euro je Dezitonne, während der Folgekontrakt für April 2027 knapp unter 16 Euro notierte. Der Übergang auf neue Sorten verstärkt derzeit die Schwäche am Kassamarkt, was eine Erholung an den Terminbörsen unwahrscheinlich erscheinen lässt.

Auch der Milchmarkt zeigt sich uneinheitlich. Die Preise für Butter an der EEX entwickelten sich in der laufenden Woche schwächer – ausgenommen der Frontmonat Juli. Besonders der August-Future fiel auf 7.164 Euro je Tonne, das sind 39 Euro weniger als am vorherigen Freitag. Magermilchpulver zeigte eine gemischte Tendenz: Der Juli-Kontrakt legte leicht zu und schloss mit einem Plus von 11 Euro bei 2.401 Euro je Tonne. Die Exportsituation bleibt angespannt, da der Euro gegenüber dem US-Dollar weiterhin ein hohes Niveau hält und so die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Ware einschränkt.

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