Seit nunmehr zwei Monaten bleibt der Vereinigungspreis für Schlachtschweine bei 1,95 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Laut der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch fehlen derzeit Impulse, die den Markt beleben könnten. Das verfügbare Angebot entspricht weitgehend der Nachfrage der Schlachtunternehmen, wodurch sich ein ausgeglichenes Bild ergibt. Kurzfristige Veränderungen zeichnen sich nicht ab.
Die Hoffnungen auf eine steigende Nachfrage nach den Sommerferien haben sich bislang nicht erfüllt. Auch im Herbst wird bislang keine stärkere Belebung sichtbar. Überschüssige Mengen müssen teilweise zu reduzierten Preisen vermarktet oder in Kühlhäuser eingelagert werden. Fachleute gehen daher davon aus, dass das aktuelle Preisniveau in nächster Zeit Bestand haben dürfte.
Seit Beginn des Jahres liegt der Preis konstant unter dem Niveau des Vorjahres. Auswirkungen auf die Produktion sind bislang nicht zu erkennen. Von Januar bis Juni wurden sogar etwas mehr Schweine geschlachtet als im Vorjahreszeitraum. Durch höhere Schlachtgewichte erhöhte sich die Gesamtproduktion um 1,8 Prozent.
Der inländische Verbrauch zeigt sich stabil, größere Veränderungen sind hier nicht erkennbar. Auffällig ist hingegen die Entwicklung bei den Importen: Nach mehreren Jahren mit steigenden Mengen gingen die Einfuhren in der ersten Hälfte des Jahres um zehn Prozent zurück.
Deutschland bleibt jedoch auf den Export angewiesen. Die Ausfuhren konnten leicht zulegen und verzeichneten in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Plus von einem Prozent.
