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Globale Agrarmärkte zeigen gemischte Signale

Am Weltmarkt für Weizen zeigten sich die Preise uneinheitlich. An der Euronext schlossen die Weizen-Futures am Dienstag nach aktivem Handel gemischt. Während der meistgehandelte Dezember-Kontrakt um 0,25 Euro auf 224,50 Euro pro Tonne fiel, konnten spätere Termine Gewinne von bis zu 2 Euro verbuchen. In den USA dagegen endete der Handel durchweg negativ, mit einem Rückgang des Soft Red Winter Weizens an der CBoT für den September um 5 Cent auf 5,38 US-Dollar pro Bushel. Eine Großausschreibung Ägyptens für 3,8 Millionen Tonnen Weizen, die bis April 2025 geliefert werden sollen, stützte die Preise minimal, löste jedoch keine große Begeisterung an den Märkten aus.

Die Raps-Futures an der Euronext konnten einen Abwärtstrend umkehren und verzeichneten am Mittwoch deutliche Zuwächse. Der November-Termin stieg um 10,25 Euro auf 460 Euro pro Tonne. Im Gegensatz dazu endete der Handel für Sojaprodukte in Chicago uneinheitlich, wobei Sojabohnen und -schrot Verluste hinnehmen mussten, während Sojaöl Zuwächse erzielte. Die schwache Nachfrage aus China, insbesondere nach Palmöl und Sojabohnen, begrenzte die Gewinne.

Bei Mais setzte sich der negative Trend an der Chicago Board of Trade (CBoT) fort, der Dezember-Termin fiel um 4,5 Cent auf 4,01 US-Dollar pro Bushel. Die Maispreise an der Euronext zeigten sich etwas fester, unterstützt durch die erwarteten Ernteeinbußen in der Ukraine.

Die Kartoffel-Futures stehen weiterhin unter Druck, mit Verlusten in den maßgeblichen Fälligkeiten. Besonders der Termin für April 2025 verlor im Wochenverlauf etwa 5 Euro pro Dezitonnen, aktuell notiert er bei 28,50 Euro.

Bei Milchprodukten an der European Energy Exchange (EEX) wurden für einige Termine neue Höchststände erreicht. Der meistgehandelte Future für Butter im September bewegte sich seitwärts und schloss am Mittwoch unverändert im Vergleich zum Freitag bei 7.238 Euro pro Tonne. Der aktivste Future für Magermilchpulver im November stieg um 10 Euro auf 2.537 Euro pro Tonne, getragen von höheren Erlösen bei der GDT-Auktion. Der stärkere Euro setzte allerdings den Gewinnen Grenzen.

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