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EU-Schlachtzahlen 2025: Deutlicher Rückgang bei Kühen und Kälbern

Im Jahr 2025 erlebte die Europäische Union einen signifikanten Rückgang bei der Schlachtung von Kühen und Kälbern. Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) sank die Zahl der geschlachteten Tiere im Vergleich zum Vorjahr kontinuierlich, ohne Anzeichen einer Erholung.

Europäischer Rückgang bei Kuhschlachtungen

Ein markanter Trend zeichnete sich bei den Kuhschlachtungen ab: Über das gesamte Jahr hinweg fiel die Zahl der geschlachteten Kühe um etwa 6,1 %. Im Dezember war der Rückgang mit 3,8 % etwas moderater als in den vorangegangenen Monaten. Insgesamt wurden rund 386.760 Kühe weniger geschlachtet als im Jahr 2024.

Irland verzeichnete dabei den stärksten relativen und absoluten Rückgang mit einem Minus von 17,8 %, was knapp 81.000 Tieren entspricht. Auch Deutschland, Polen und Spanien sahen erhebliche Reduktionen in ihren Schlachtzahlen, während Frankreich, Belgien und die Niederlande ebenfalls betroffen waren. Im Gegensatz dazu überschritten sieben EU-Mitgliedstaaten das Vorjahresniveau, wobei Rumänien besonders hervorstach.

Kälberschlachtungen mit deutlicherem Einbruch

Noch gravierender war der Rückgang bei den Kälberschlachtungen. Im gesamten Jahr 2025 sanken die Zahlen um 9,5 % verglichen mit dem Vorjahr. Besonders drastisch war der Einbruch im ersten Quartal zu beobachten; bis Dezember reduzierte sich das Defizit auf 6,9 %. Die Niederlande und Frankreich waren hiervon besonders stark betroffen. Nur Griechenland und Ungarn konnten im Jahr 2025 mehr Kälber schlachten als im Vorjahr.

Implikationen für den Agrarmarkt

Diese Entwicklungen auf dem Schlachtmarkt werfen Fragen bezüglich der zukünftigen Versorgungslage auf. Die geringere Zahl an Schlachtkühen könnte Auswirkungen auf die Preise und das Angebot von Rindfleisch in Europa haben. Produzenten müssen sich möglicherweise auf veränderte Marktbedingungen einstellen.

Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend zu sinkenden Schlachtzahlen innerhalb der EU-27 im Jahr 2025 – eine Situation, die sowohl für Landwirte als auch für Verbraucher potenziell weitreichende Konsequenzen haben kann.

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