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China stoppt Exportvergünstigungen: Photovoltaikpreise steigen 2026

Die jüngsten Entwicklungen auf dem globalen Solarmarkt, insbesondere in China, lassen aufhorchen: Ab dem 1. April 2026 wird China die Mehrwertsteuer-Exportvergünstigungen für Photovoltaikmodule aufheben. Diese Entscheidung, die bereits im Dezember mit einer Reduktion der Export-Steuerrückerstattung von 13 % auf 9 % eingeleitet wurde, könnte weitreichende Folgen für den deutschen Solarmarkt haben.

Steigende Rohstoffpreise belasten die Industrie

Die Preissteigerungen bei Polysilizium, einem entscheidenden Rohstoff für Solarzellen, sind ein weiteres Problem für die Branche. Chinesische Hersteller haben beschlossen, ihre Produktion zu reduzieren, um ein Überangebot zu vermeiden. Dies führte dazu, dass der Spotpreis für ein Kilogramm Polysilizium im Sommer um 30 % anstieg und aktuell bei etwa 6,39 € liegt (Stand: 19.1.2026).

Verteuerung weiterer Komponenten

Nicht nur Polysilizium wird teurer: Auch die Preise für Photovoltaik-Wafer, Solarzellen, Glas und Silber steigen seit September 2025 kontinuierlich an. Diese Preisentwicklung hat sich über den Jahreswechsel weiter intensiviert und stellt die Industrie vor erhebliche Herausforderungen.

Branchenexperten prognostizieren daher zusätzliche Kosten bei Solarmodulen und anderen elektronischen Komponenten. Jannik Schall von 1KOMMA5° rechnet damit, dass allein durch die Abschaffung der Exportvergünstigungen der Modulpreis um etwa zehn Prozent steigen könnte. In Kombination mit den erhöhten Rohstoffkosten könnten einzelne Komponenten um bis zu 20 % teurer werden.

Aktuelle Marktlage in Deutschland

Zwar ist der Preisanstieg in Deutschland noch nicht vollständig spürbar, doch die Zeichen stehen auf Veränderung. Im Frühjahr 2025 verzeichneten Photovoltaikanlagen ein Preistief, was jedoch nicht von Dauer sein dürfte. Seitdem sind die Modulpreise bereits leicht gestiegen.

Schall weist darauf hin, dass steigende Preise in naher Zukunft wahrscheinlich sind, sobald sich Produktionskürzungen und erhöhte Rohstoffpreise in den Lieferketten bemerkbar machen. Wer derzeit eine Investition in eine Photovoltaikanlage plant, sollte dies angesichts der günstigen Preise zeitnah umsetzen.

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