Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat im November 2025 erstmals seit über drei Jahrzehnten die katalanische Wildschweinpopulation befallen. Diese Entwicklung hat erhebliche Auswirkungen auf die lokale Schweinewirtschaft. Laut Angaben der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) und dem Bauernverband Unió de Pagesos belaufen sich die wirtschaftlichen Verluste bis zum Jahresende auf insgesamt 63 Millionen Euro.
Umsatzeinbrüche und Preisverfall
Besonders stark betroffen sind die Monate November und Dezember, in denen der Umsatz um 17 Prozent zurückging. Dies führte zu einem deutlichen Druck auf die Preise für Schlachtschweine in Spanien. Die ASP-Ausbrüche haben somit nicht nur gesundheitliche, sondern auch substanzielle ökonomische Folgen für den Schweinesektor in Katalonien.
Einschränkungen im Transportwesen
Obwohl alle Hausschweine in den 57 Betrieben der Überwachungszone um Barcelona negativ auf ASP getestet wurden, unterliegen etwa 61.500 Tiere strikten Transportbeschränkungen. Diese Tiere repräsentieren rund 10 Prozent des gesamten Schweinebestands der Provinz Barcelona. Die Verbringungsrestriktionen beeinträchtigen insbesondere den Export, was sich negativ auf den Handel mit China auswirkt, obwohl es bestehende Regionalisierungsabkommen gibt.
Der Ausbruch der ASP stellt somit nicht nur ein Gesundheitsrisiko dar, sondern belastet auch den internationalen Handel erheblich. Experten fordern daher eine verstärkte Zusammenarbeit und effektive Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche, um weitere wirtschaftliche Schäden zu verhindern.
- Katalanische Schweinewirtschaft: massive finanzielle Verluste durch ASP
- Transportrestriktionen: rund 61.500 Schweine betroffen
- Senkung des Umsatzes: 17 Prozent Rückgang in zwei Monaten
Trotz aller Herausforderungen bleibt die Hoffnung, dass durch effektive Kontrollmaßnahmen eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert werden kann, um so langfristig die Stabilität des Marktes wiederherzustellen.
