In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 verzeichnete Deutschland einen signifikanten Anstieg bei den Rindfleischimporten. Die Einfuhren nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 9 % zu, was auf eine sinkende Eigenproduktion zurückzuführen ist. Besonders bemerkenswert ist der Zuwachs der Importe aus Ländern außerhalb der Europäischen Union, die um fast 18 % gestiegen sind.
EU und Drittländer als Hauptlieferanten
Der Großteil des importierten Rindfleischs stammt mit 86 % nach wie vor aus EU-Mitgliedstaaten. Die Niederlande führen die Liste der Lieferländer an und tragen über ein Viertel zu den Gesamtimporten bei. Doch auch die Bezüge aus Drittländern zeigen eine dynamische Entwicklung. Südamerikanische Länder wie Argentinien und Brasilien haben ihre Exporte nach Deutschland erheblich ausgeweitet, wobei Argentinien als wichtigster Lieferant hervorsticht.
Sinkende Eigenproduktion als Treiber
Die Notwendigkeit für verstärkte Importe ergibt sich aus einem Rückgang der deutschen Rindfleischerzeugung um 7 %. Diese Entwicklung hat die Nachfrage nach ausländischen Produkten erhöht, da die heimischen Kapazitäten nicht mehr ausreichen, um den Bedarf zu decken.
Zukünftige Entwicklungen
Trotz des aktuellen Anstiegs könnte sich der Importbedarf in naher Zukunft stabilisieren. Angesichts eines nahezu konstanten Rinderbestands erwarten Experten, dass die Abhängigkeit von Importen möglicherweise abnimmt. Dies hängt jedoch stark von der weiteren Entwicklung der Eigenproduktion ab.
