In der niederländischen Provinz Friesland wurde erstmals in Europa bei einer Kuh das Vogelgrippevirus nachgewiesen. Das Landwirtschaftsministerium des Landes beruhigt jedoch, dass das Risiko einer weiteren Verbreitung als gering eingeschätzt wird.
Erster Fall in Europa entdeckt
Das Landwirtschaftsministerium der Niederlande hat bekanntgegeben, dass bei einer Kuh in Friesland Antikörper gegen das Vogelgrippevirus gefunden wurden, was diesen Vorfall zum ersten bekannten Fall in Europa macht. Ähnliche Ausbrüche wurden zuvor in den USA verzeichnet, beginnend vor etwa zwei Jahren.
Mögliche Infektionsquellen untersucht
Die niederländische Lebensmittel- und Warenbehörde (NVWA) wurde Ende Dezember 2025 über zwei erkrankte Katzen informiert, von denen eine positiv auf das Virus getestet wurde und verstarb. Diese Katze stammte von einem Milchkuhbetrieb, woraufhin die Kühe dort im Januar getestet wurden. Bei diesen Tests traten keine Anzeichen aktiver Erkrankungen auf. Untersuchungen durch das Wageningen Bioveterinary Research ergaben, dass keine aktiven Viren in den Milchproben vorhanden waren, jedoch wies eine Probe Antikörper auf, was eine vergangene Infektion vermuten lässt.
Weitere Maßnahmen zur Sicherheit
Die NVWA hat umfassende Proben von Blut und Milch aller Rinder des betroffenen Betriebs genommen. Aktive Viren konnten nicht nachgewiesen werden; die Resultate der Antikörpertests stehen noch aus. Auch Menschen des Betriebs sowie der Tierarzt wurden vom Gemeindegesundheitsdienst (GGD) überprüft.
Einschätzung zur Weiterverbreitung des Virus
Laut dem niederländischen Landwirtschaftsministerium gibt es derzeit keine Anzeichen für eine aktive Ausbreitung des Vogelgrippevirus unter den Milchkühen des betroffenen Betriebs oder benachbarter Betriebe. Das Risiko einer Übertragung des in Europa vorherrschenden H5N1-Virus auf Menschen gilt als sehr gering, auch wenn in den USA bereits ein Mensch infiziert wurde.
Sicherheitsmaßnahmen im Fokus
Die Milch der betroffenen Kuh wurde aufgrund einer Mastitis nicht für den menschlichen Verzehr genutzt, was das Risiko einer Ansteckung weiter minimiert. Dennoch wird empfohlen, keine Rohmilchprodukte von infizierten Tieren zu konsumieren. Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung bleibt die Situation angespannt; das Ministerium behält die Entwicklungen genau im Auge und fordert erhöhte Wachsamkeit.
