Auf der Autobahn A7 wurde am 20. Januar ein bedeutender Fund gemacht: Bei einer routinemäßigen Kontrolle entdeckte die Polizei in einem VW Caddy Lebensmittel, deren Wert sich auf etwa 5.000 Euro beläuft. Zwei Männer aus Rumänien befanden sich in dem Fahrzeug, das mit einer Vielzahl an hochwertigen Fleischwaren und anderen Delikatessen beladen war.
Verdacht auf organisierten Diebstahl
Laut Gabriele Oder, Sprecherin des Hauptzollamts Kiel, wird der 47-jährige Fahrer bereits wegen mehrerer Eigentumsdelikte in verschiedenen deutschen Bundesländern verfolgt. Er gilt als sogenannter „reisender Täter“, der überregional aktiv ist. Die Beamten fanden im Laderaum des Fahrzeugs zwei große Plastiksäcke voller verderblicher und nicht verderblicher Waren, deren Ursprung bislang unbekannt ist.
Ungewöhnliche Fracht ohne Kühlung
Unter den sichergestellten Gütern befanden sich hochwertige Artikel wie Rinderfilets, Rumpsteaks, Lachs sowie Hähnchen- und Putenbrustfilets. Auch Kaffee, Alkohol und Parmesankäse wurden entdeckt. Ein erheblicher Teil dieser verderblichen Lebensmittel wurde ohne jegliche Kühlung transportiert, was bei den Ermittlern den Verdacht eines koordinierten Diebstahls erhärtete.
Fortsetzung der Ermittlungen
Trotz des Fundes durften die beiden Verdächtigen ihre Fahrt fortsetzen, da die Lebensmittel von den Behörden einbehalten wurden. Der Ermittlungsdienst des Polizeiautobahn- und Bezirksreviers Nord (PABR Nord) ist nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel mit weiteren Nachforschungen betraut.
Offene Fragen zur Herkunft und Motivation
Laut Oder sind viele Aspekte des Falls noch unklar, insbesondere die Angaben der Männer zu ihrem Reisezweck und der Herkunft der Waren werfen zahlreiche Fragen auf. Die Umstände deuten jedoch darauf hin, dass es sich um keine Bagatelle handelt.
