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Milchpreise im Sinkflug: Landwirte kämpfen mit deutlichen Einbußen

Die Milchpreise in Deutschland sind im Dezember erneut unter Druck geraten. Viele viele Molkereien mussten ihre Auszahlungen an die Landwirte reduzieren, wobei die Spannweite der Grundpreise nun bei etwa 35 bis 49,46 Cent pro Kilogramm Milch liegt. Besonders betroffen sind Erzeuger im Norden des Landes, wo alle aufgeführten Molkereien ihre Zahlungen weiter senkten.

Herausforderungen für Landwirte im Norden

Im nördlichen Teil Deutschlands sind die Milchpreise besonders stark gesunken. Die Meiereigenossenschaft Viöl reduzierte ihren Preis um 5 Cent auf nunmehr 35 Cent pro Kilogramm, was den niedrigsten Wert im aktuellen Vergleich darstellt. NordseeMilch und Cremilk folgten mit Absenkungen um 7 Cent auf 43 Cent bzw. um 6 Cent auf 37 Cent pro Kilogramm. Auch andere wichtige Akteure wie das Deutsche Milchkontor und frischli haben ihre Preise gesenkt, was den Druck auf die Landwirte weiter erhöht.

Moderate Anpassungen im Westen und Osten

In West- und Ostdeutschland zeigt sich ein differenziertes Bild: Während einige Molkereien wie Vogtlandmilch ihre Preise stabil halten konnten, nahmen andere wie Rücker in Wismar Kürzungen vor. FrieslandCampina senkte beispielsweise seine Auszahlung um 2,5 Cent auf 40,13 Cent pro Kilogramm Milch. Auch Moers und die Schwälbchen Molkerei reduzierten ihre Preise um mehrere Cents, was zeigt, dass auch in diesen Regionen der Preisdruck steigt.

Süddeutschland: Unterschiedliche Entwicklungen

In Süddeutschland ist die Lage gemischt. Während einige Molkereien wie Goldsteig drastische Kürzungen von bis zu 8 Cent vorgenommen haben, hielten andere ihre Auszahlungen stabil. Die Bergader Privatkäserei und die Milchwerke Schwaben zeigen sich hier als Ausnahmen mit konstanten Preisen von über 44 Cent pro Kilogramm.

Kritische Lage und mögliche Lösungen

Die anhaltenden Preissenkungen stellen eine erhebliche Herausforderung für die Wirtschaftlichkeit vieler landwirtschaftlicher Betriebe dar. Dies erfordert neue Strategien zur Kostensenkung und zur Erhöhung der Effizienz in der Produktion. Einige Landwirte könnten darüber nachdenken, sich stärker zu diversifizieren oder alternative Absatzwege zu erforschen, um ihre Einkommensquellen zu sichern.

  • Nördliche Regionen: Größte Preisrückgänge verzeichnet
  • West- und Ostdeutschland: Leichte bis moderate Senkungen
  • Süddeutschland: Teils stabile, teils stark reduzierte Preise