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Weizenpreise steigen: Trockenheit in den USA beunruhigt Landwirte

Weizenanbau in den USA unter Druck

Landwirte in den USA sehen sich zunehmenden Herausforderungen gegenüber, da die Trockenheit in wichtigen Weizenanbaugebieten weiter zunimmt. Die Börsenkurse reagieren entsprechend: An der Euronext stieg der Weizenpreis im Frontmonat März um 2,50 € auf 191,50 €/t. An der CBoT kletterte der März-Termin um 7,5 Cent auf 5,18 US-$/bu (163 €/t). Aktuell befinden sich etwa 40 % der US-Winterweizenflächen in von Dürre betroffenen Gebieten – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Prognosen für Februar und März deuten auf keine Besserung hin.

Ölsaatenmarkt: Raps zeigt Stabilität

Der Rapsmarkt startete mit Stärke ins neue Jahr, obwohl Gewinnmitnahmen am Mittwoch zu einem leichten Rückgang führten. Der häufig gehandelte Mai-Future sank an der Euronext um 2,25 Euro auf 460,25 €/t. Dennoch verzeichnete der März-Termin an der CBoT einen Anstieg um 10,75 Cent auf 10,67 US-$/bu (336 €/t). Eine Unterstützung des Marktes kommt aus den USA, wo chinesische Käufe von Sojabohnen gemeldet wurden. Auch die internationalen Märkte für Palmöl und Canola zeigen positive Tendenzen.

Maismarkt wartet auf USDA-Bericht

Die Erwartungen sind hoch, da das USDA bald neue Daten zur Maisernte veröffentlichen wird. Am Mittwoch legten die Maisfutures an der CBoT um 2,75 Cent auf 4,47 US-$/bu (151 €/t) zu. Auch an der Euronext verzeichnete der März-Termin einen Zuwachs von 1 Euro und schloss bei 189,75 €/t. Besonders vielversprechend sind die Aussichten für Argentinien dank prognostizierter Niederschläge, die eine ohnehin schon gute Ernte weiter verbessern könnten.

Kartoffeln ohne Bewegung

Der Kartoffelmarkt zeigt sich zum Jahresbeginn ruhig. Die Futures an der EEX in Leipzig notieren stabil ohne nennenswerte Kursbewegungen oder Handelsaktivitäten. Der Frontmonat April 2026 steht bei 6,50 €/dt und bleibt weitgehend unverändert. Auch die Preise für den Saisontermin April 2027 verharren bei niedrigen 18,50 €/dt. Eine Erholung des Marktes ist derzeit nicht in Sicht.

Anstieg im Milchsektor

Erfreuliche Nachrichten kommen aus dem Milchsektor: Der GDT-Index verzeichnete erstmals seit fünf Monaten einen Anstieg. Die Butterpreise an der Euronext erlebten in dieser Woche leichte Zuwächse bei den meisten Terminen. Dennoch fiel der Frontmonat Januar um 105 € auf 4.270 €/t. Das Magermilchpulver hingegen legte deutlich zu und erreichte im Januar einen Preis von 2.075 €/t, ein Plus von 80 €. Diese Entwicklungen wurden durch eine erfolgreiche GDT-Auktion unterstützt.

(Umrechnungskurs: 1 € = 1,1684 USD)

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