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Optimale Fütterung: So steigern Landwirte die Leistung ihrer Mastbullen

Die Effizienz der Mastbullen hängt maßgeblich von einer optimalen Futterzusammensetzung ab. Für Landwirte bedeutet dies, dass sie nicht nur auf die Futtermenge, sondern auch auf das richtige Verhältnis von Nährstoffen achten müssen, um eine hohe Gewichtszunahme zu erreichen.

Wichtigkeit eines stabilen Pansens

Eine zentrale Rolle im Wachstumsprozess der Bullen spielt die Propionsäure, die aus Stärke und Zucker im Pansen gebildet wird. Diese Säure ist entscheidend für den Muskelaufbau und damit für die gewünschten Zunahmen. Laut Ralf Kortwinkel von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sollten die Rationen in der Bullenmast darauf abgestimmt sein, um bestmögliche Resultate zu erzielen.

Regelmäßige Analyse des Futters

Um sicherzustellen, dass das Futter den Anforderungen entspricht, sollten Landwirte mindestens zweimal jährlich eine umfassende Analyse des Grobfutters durchführen. Während der Endmastphase konsumieren Bullen zwischen 11 und 12,5 kg Trockenmasse täglich, wobei 2 bis 2,8 kg aus Kraftfutter bestehen sollten. In der Vormast liegt der tägliche Trockenmassebedarf bei etwa 5 bis 6,5 kg mit einem Kraftfutteranteil von 2 bis 2,4 kg. Eine kontinuierliche Anpassung der Ration ist unerlässlich.

Azidosen als Gesundheitsrisiko

Einer der größten Risikofaktoren in der Bullenmast ist die Azidose, verursacht durch Schwankungen des pH-Wertes im Pansen. Um dies zu vermeiden, sollte der pH-Wert idealerweise über 6,15 gehalten werden und nicht länger als fünf Stunden pro Tag unter 5,8 fallen. Regelmäßiges Anschieben des Futters hilft dabei, diese Stabilität zu gewährleisten.

Säure-Basen-Gleichgewicht beachten

Ein weiteres Problem stellt das Ungleichgewicht zwischen Chlor und Schwefel im Verhältnis zu Natrium und Kalium dar. Dies kann zu metabolischen Azidosen führen. Landwirte sollten daher auf eine ausgeglichene DCAB-Bilanz achten, empfohlen werden Werte zwischen 175 und 250 meq/kg TM.

Risiken einer durchlässigen Darmwand

Ein instabiler Pansen-pH kann auch die Darmbarriere schwächen und so schädliche Stoffe ins Blut gelangen lassen. Dies belastet vor allem die Leber der Tiere erheblich.

Bedeutung von Hygiene und Management

Ein effektives Silomanagement und Hygiene am Futtertisch sind essenziell für die Gesundheit des Pansens und des Darms. Besonders in den Sommermonaten ist es wichtig, das Futter regelmäßig vorzuschieben und mindestens zweimal täglich zu füttern.

Vitamine: Ein wichtiger Faktor

Nicht zuletzt spielt die Vitaminversorgung eine entscheidende Rolle für Mastbullen. Insbesondere Vitamin E in Kombination mit Selen ist wichtig für das Binden freier Radikale im Blut. Auch B-Vitamine sind unverzichtbar; ein Mangel an Vitamin B1 kann dazu führen, dass Tiere festliegen.

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