Im ersten Halbjahr 2025 hat die Zahl der geschlachteten Rinder in der Europäischen Union merklich abgenommen. Von Januar bis Juni wurden 10,5 Millionen Tiere zur Fleischerzeugung genutzt. Damit lag die Menge um rund 500.000 Tiere beziehungsweise knapp fünf Prozent unter dem Wert des Vorjahres.
Nicht alle Mitgliedstaaten verzeichneten den gleichen Rückgang. In 22 von 27 Ländern der Union sanken die Schlachtzahlen, während einige kleinere Produzenten ihre Aktivitäten leicht ausweiteten. Die Spannweite der Veränderungen fällt regional unterschiedlich aus: In Polen gingen die Schlachtungen nur minimal um 0,4 Prozent zurück, in den Niederlanden dagegen um 12,1 Prozent.
Unter den größten Produzenten haben vor allem Frankreich und Deutschland ihre Schlachtungen reduziert. Frankreich führte mit rund 1,9 Millionen Tieren die Rangliste an, gefolgt von Deutschland. Beide Länder tragen damit entscheidend zum Gesamtrückgang in der EU bei.
Als Hauptursache für die Entwicklung gilt die sinkende Zahl an gehaltenen Rindern. Der Bestand innerhalb der Union hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Zwischen 2020 und 2024 verringerte er sich um rund sechs Prozent, was einem Minus von 4,7 Millionen Tieren entspricht.
Auch für das laufende Jahr 2025 wird ein weiterer Rückgang des Rinderbestandes erwartet. Diese Entwicklung dürfte die Schlachtzahlen in den kommenden Monaten weiterhin belasten.
