Anzeige
 

KWS verzeichnet zweistelliges Wachstum in Geschäftsjahr 2023/2024

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte KWS, ein führender Anbieter im Bereich Zuckerrübensaatgut, erneut ein beeindruckendes Wachstum bei Umsatz und Ergebnis verzeichnen. Eva Kienle, die Finanzvorständin der KWS, zeigte sich bei der Präsentation der jüngsten Geschäftsergebnisse sehr zufrieden mit der operativen und strategischen Leistung des Unternehmens. Die Umsatzsteigerung der KWS Gruppe betrug 12 Prozent und erreichte 1.678,1 Millionen Euro, verglichen mit 1.500,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 55 Prozent auf 302,0 Millionen Euro, was auch die EBIT-Marge auf 18 Prozent verbesserte.

Dieses beeindruckende Wachstum bezieht sich auf das fortgeführte Geschäft nach dem Verkauf des südamerikanischen Maisgeschäfts Ende März 2024, wobei die Vergleichszahlen des Vorjahres entsprechend angepasst wurden. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 46 Prozent auf 5,58 Euro. Der freie Cashflow verbesserte sich ebenfalls leicht auf 56,8 Millionen Euro.

Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Segmenten zeigte unterschiedliche Trends. Während im Maissegment in Europa und Nordamerika der Umsatz um 5 Prozent auf 701,5 Millionen Euro sank, verzeichnete das Segment Zuckerrüben dank innovativer Produkte wie Conviso Smart und CR+ ein starkes Umsatzwachstum von 20,7 Prozent auf 864,9 Millionen Euro. Das Getreidesegment verzeichnete durch Wachstum bei Raps-, Roggen- und Weizensaatgut einen Anstieg um 11,7 Prozent auf 275,9 Millionen Euro. Im Gemüsesegment hingegen gingen die Umsätze um 5,9 Prozent auf 62,1 Millionen Euro zurück.

Das Segment Corporate erzielte Umsatzerlöse von 9,2 Millionen Euro, jedoch stiegen die allgemeinen Kosten, was zu einem negativen Segmentergebnis von -127,1 Millionen Euro führte. KWS hat zudem angekündigt, dass ihre Tochtergesellschaft Pop Vriend Seeds ab dem 1. Oktober 2024 unter dem neuen Namen KWS Vegetables Netherlands B.V. firmieren wird.

Für das kommende Geschäftsjahr prognostiziert KWS ein Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent und eine EBIT-Marge zwischen 14 und 16 Prozent. Die Forschungs- und Entwicklungsquote soll zwischen 18 und 19 Prozent liegen. Durch den Verkauf des südamerikanischen Maisgeschäfts erwartet KWS einen positiven Ergebniseffekt von etwa 100 Millionen Euro. Die Dividende soll auf 1,00 Euro je Aktie angehoben werden, was einer Ausschüttungsquote von 25,2 Prozent entspricht.

Eva Kienle wird die KWS im Januar 2025 verlassen, nachdem der Aufsichtsrat ihrem Wunsch zur Beendigung ihres Vorstandsvertrages aus persönlichen Gründen zugestimmt hat.

Weitere Wirtschaftsnachrichten

Rentenbank fördert Landwirte: Bis zu 1.000 € für Klimabilanzen

Klimabilanzförderung für Landwirte: Rentenbank unterstützt erneut Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat eine neue Förderrunde eröffnet, um Landwirte bei...

Nur jeder zweite Landwirt beantragt Agrardiesel-Rückvergütung

Eine aktuelle Analyse des Bayerischen Rundfunks zeigt, dass die Nutzung der Agrardiesel-Rückerstattung in Deutschland deutlich geringer ausfällt als erwartet. Trotz der Wiedereinführung...

Biomilchkrise: 20%-Ziel bis 2030 in Gefahr – DBV fordert Kurswechsel

Der Rückgang der Biomilchbetriebe ist nicht nur ein deutsches, sondern ein europaweites Phänomen. Laut Angaben des Deutschen Bauernverbands (DBV) wird das Ziel,...

Neue Gülle-Verordnung 2025: Regeln und Ausnahmen für Kleinbetriebe

Seit dem 1. Februar 2025 sind Landwirte verpflichtet, Gülle und andere flüssige Wirtschaftsdünger auf Grünland gemäß neuer Richtlinien auszubringen. Diese müssen nun...

Kartellskandal: Landwirte fordern 250 Mio. € Schadenersatz von Händlern

Rund 10.000 Landwirte in Deutschland fordern Schadensersatz, nachdem bekannt wurde, dass Großhändler über Jahre hinweg Preise für Pflanzenschutzmittel abgesprochen haben. Das sogenannte...