Anzeige
 

Agco-Konzern: Nettoumsatz im 2. Quartal 2024 um 15,1% gesunken

Der Agco-Konzern, bekannt für seine renommierten Marken Fendt, Massey Ferguson und Valtra, berichtete für das zweite Quartal 2024, das am 30. Juni endete, einen Nettoumsatz von 3,2 Milliarden US-Dollar. Dies stellt einen Rückgang von 15,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Daraus resultierte ein Nettoverlust von 4,92 US-Dollar pro Aktie.

Die Fendt Lodge, die sich in Jackson, Minnesota, USA, befindet, fungiert als nordamerikanische Zentrale der Marke Fendt. Sie dient als Standort für Markteinführungen, Treffen mit Kunden und Händlern sowie als Besucherzentrum.

Agco teilte mit, dass die weltweite Nachfrage nach Landtechnik zurückgegangen sei. Darüber hinaus führte der geplante Verkauf des Geschäfts mit Getreide und Proteinen zu Verlusten von 450 bis 475 Millionen US-Dollar, obwohl ein Verkaufserlös von 700 Millionen US-Dollar erzielt wurde. Der Verkauf der Marken GSI, Automated Production (AP), Cumberland, Cimbria und Tecno wird damit begründet, dass Agco sich stärker auf landwirtschaftliche Maschinen und Präzisionstechnologie konzentrieren möchte. Anfang des Jahres erwarb Agco Teile von Trimble und gründete das Joint Venture PTx Trimble, das besonders für seine Spurführungssysteme bekannt ist.

Trotz des weltweiten Rückgangs der Verkäufe erhalten die Aktionäre eine Sonderdividende von 2,50 US-Dollar, zusätzlich zur regulären vierteljährlichen Dividende von 0,29 US-Dollar.

In Europa und dem Nahen Osten (EME) verzeichnete Agco einen Umsatzrückgang von nur 4,4 Prozent, während der Einbruch in Nordamerika 16,0 Prozent betrug. Besonders drastisch war der Rückgang in Südamerika, wo die Umsätze um 41,7 Prozent sanken, und in der Region Asien/Pazifik/Afrika (APA) mit einem Minus von 33,6 Prozent.

Für das gesamte Jahr 2024 prognostiziert Agco einen Umsatz von etwa 12,5 Milliarden US-Dollar. Dies ist auf geringere Verkaufsmengen und ungünstige Wechselkursveränderungen zurückzuführen. Dennoch strebt der Konzern eine bereinigte Betriebsmarge von etwa neun Prozent an und erwartet einen bereinigten Gewinn von rund 8,00 US-Dollar pro Aktie für das Jahr 2024.

Lesen Sie auch

Die 10 sparsamsten Traktoren 2025 – DLG-PowerMix im Vergleich

Wer beim Traktor auf jeden Liter achtet, sollte diese Zahlen kennen: Der DLG-PowerMix zeigt knallhart, welche Schlepper wirklich sparsam sind – und...

Fendt 728 Vario ist 2025 meistzugelassener Traktor in Deutschland

Die Neuzulassungen von Traktoren im Jahr 2025 zeigen deutlich, dass Fendt die beliebteste Marke unter deutschen Landwirten bleibt. Mit insgesamt 6.314 neu...

Fendt verliert 14,6 % – warum der Marktführer trotzdem gewinnt

Von 7.392 auf 6.314 Traktoren: Fendt verzeichnet den größten Einbruch aller Top-Marken. Dennoch baut der Allgäuer Hersteller seinen Vorsprung aus. Die Erklärung...

Fendt dominiert Traktormarkt: John Deere verliert in den Niederlanden

Die niederländische Landwirtschaft steht 2025 vor der Herausforderung eines schrumpfenden Traktorenmarkts. Mit nur 2.205 neu zugelassenen Traktoren im vergangenen Jahr, die eine...

Weitere Wirtschaftsnachrichten

Tyson Foods zahlt 48 Mio. USD zur Beilegung von Preisabsprachen-Vorwürfen

Der jüngste Vergleich in einem umfassenden Kartellverfahren in der US-amerikanischen Fleischindustrie wirft erneut ein Schlaglicht auf die Preisabsprachen, die den Schweinefleischmarkt in...

Niedersächsisches Finanzgericht: Realverbände nicht als Personengesellschaften besteuert

Ein wegweisendes Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts hat die steuerliche Behandlung von Feldmarkinteressentenschaften in den Fokus gerückt. Diese Realverbände, die im Zuge der...

Rentenbank: Kreditnachfrage der Landwirte boomt dank erneuerbarer Energien

Die Landwirtschaftliche Rentenbank verzeichnet für das Jahr 2025 eine erhebliche Steigerung der Kreditnachfrage in der Agrarbranche. Nachdem das Förderjahr 2024 als besonders...

Agrarrechtler fordert klare Regeln für Rote Gebiete und Düngeverordnung

Die Diskussion um die sogenannten "Roten Gebiete" in Deutschland sorgt weiterhin für Unsicherheit unter Landwirten und politischen Entscheidungsträgern. Diese Gebiete, die aufgrund...

Meldepflicht 2026: Was Betriebe über Wirtschaftsdünger wissen müssen

Ab dem Jahr 2026 unterliegen alle Betriebe in Deutschland, die Wirtschaftsdünger bewegen oder weitergeben, einer strengeren Melde- und Dokumentationspflicht. Diese Anpassungen betreffen...