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Kuhn: Aufträge eingebrochen – Umsatz und Gewinn stark gesunken

Die Marke Kuhn, bekannt für ihre Landtechnik, hat die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2024 veröffentlicht und zeigt damit auf, dass die Nachfrage nach Landmaschinen weiterhin rückläufig ist. Diese Entwicklung spiegelt einen branchenweiten Trend wider, der auch andere große Namen wie Fendt und Claas betrifft, die ähnliche Herausforderungen mit Rückgängen melden und sogar zu Maßnahmen wie Kurzarbeit greifen.

Kuhn, mit Sitz in Savern, Elsass und Teil der Schweizer Bucher Industries, verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 einen deutlichen Rückgang der Bestellungen um 28,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragsbestand sank sogar um 52,8 Prozent. Auch der währungsbereinigte Umsatz ging um 15,1 Prozent zurück.

Als Ursachen für die sinkende Nachfrage und die zurückhaltenden Investitionen der Landwirte und Lohnunternehmer führt Bucher Industries die niedrigeren Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse, hohe Zinssätze und die Kürzung von Subventionen an. Während sich in der Milch- und Viehwirtschaft die Stimmung etwas gebessert hat, bleibt die Lage im Ackerbau besonders angespannt.

Die hohen Lagerbestände bei den Landmaschinenhändlern führen dazu, dass weniger neue Maschinen bestellt werden. Dies ist besonders in Brasilien und Europa der Fall, wobei in Europa auch das politische Klima und das schlechte Wetter zu den rückläufigen Bestellungen beitragen. Der Umsatz der Kuhn Group ist signifikant gefallen, wobei Brasilien besonders hervorsticht.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Kuhn Group sank im ersten Halbjahr 2024 um 33,2 Prozent auf 87 Millionen Schweizer Franken, was etwa 91 Millionen Euro entspricht. Für das zweite Halbjahr 2024 sind keine Erholungstendenzen in Sicht, vor allem wegen der hohen Lagerbestände in Europa und Brasilien. Die Kuhn Gruppe prognostiziert für das gesamte Jahr 2024 einen weiteren Rückgang des Umsatzes und der Umsatzrendite. Angesichts dieser Entwicklung werden Anpassungen der Kapazitäten in Brasilien und Europa erwogen, was eine Reduzierung der Produktionsvolumina bedeutet. Es wird weiterhin an der Optimierung der Kosten gearbeitet. Die Zahl der Vollzeitarbeitskräfte hat sich bereits um 7,4 Prozent auf 5.728 Mitarbeiter verringert.

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