Vietnam sieht sich mit einem massiven Lebensmittelskandal konfrontiert, nachdem über 170 Tonnen kontaminiertes Schweinefleisch und daraus hergestellte Produkte vernichtet werden mussten. Dies geschah auf Anordnung der Abteilung für Fischerei, Viehzucht und Veterinärwesen in Hai Phong, die feststellte, dass das Fleisch mit der gefährlichen Afrikanischen Schweinepest (ASP) und Salmonellen belastet war.
Massive Vernichtung von belastetem Fleisch
Laut Berichten wurden mehr als 132 Tonnen mageres Schweinefleisch, das von Bui Duc Trong an die Ha Long Canned Food Joint Stock Company geliefert wurde, zerstört. Weiterhin beschlagnahmten die Behörden über 1,2 Tonnen Schweinefleisch, das von anderen Lieferanten wie Le Ba Doanh und Trinh Ha Viet stammte. Diese Maßnahmen folgten nach der Entdeckung der Kontamination durch die zuständigen Behörden.
Produkte mit Salmonellen belastet
Zusätzlich fanden die Inspektoren über 27,8 Tonnen mit Salmonellen befallene Produkte im Kühlhaus des Unternehmens. Darunter waren erhebliche Mengen gefrorener Schweineschwarten und Hühnerprodukte. Diese wurden ebenfalls umgehend vernichtet, um gesundheitliche Risiken zu verhindern.
Konzern unter Druck
Die Ha Long Canned Food Joint Stock Company beantragte selbst die Vernichtung von rund 13.953 Dosen Konserven aus ASP-belastetem Schweinefleisch. Diese waren erst im September 2025 produziert worden und zeigen das Ausmaß der Krise im Unternehmen.
Verhaftungen und rechtliche Konsequenzen
In diesem Zusammenhang hat die Kriminalpolizei in Hai Phong Haftbefehle gegen den Geschäftsführer des Unternehmens sowie drei Qualitätskontroll-Mitarbeiter erlassen. Es wird untersucht, inwiefern sie für den Import und die Verarbeitung des infizierten Fleisches verantwortlich sind.
Sperrzonen missachtet
Laut Berichten haben Ermittlungen ergeben, dass fast 1,3 Tonnen Schweinefleisch aus einem Seuchengebiet illegal transportiert wurden. Die betroffenen Fahrzeuge wurden am 8. September 2025 entdeckt und deren Halter festgenommen. Das Fleisch wies keine Herkunftsnachweise auf und war positiv auf ASP getestet worden.
Kritische Reaktionen der Behörden
Nach umfassenden Untersuchungen bestätigten Proben aus verschiedenen Quellen den ASP-Befall im Schweinefleisch. Die Behörden versiegelten daraufhin vier Lagerhallen der Firma mit rund 130 Tonnen infiziertem Fleisch und leiteten rechtliche Schritte wegen Verstößen gegen Lebensmittelsicherheitsvorschriften ein.
Anklagen gegen neun Beteiligte wurden erhoben wegen des Handels mit unzulässigen Lebensmitteln aus kranken oder verstorbenen Tieren. Dies zeigt die Entschlossenheit der vietnamesischen Behörden, gegen Verstöße vorzugehen und die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.
