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EU-Eierpreise deutlich gestiegen – Ukraine baut Exporte aus

Die Eierpreise in der Europäischen Union haben binnen Jahresfrist spürbar angezogen. Nach Angaben der EU-Kommission lag der Durchschnittspreis Mitte Juli bei über 254 Euro pro 100 Kilogramm. Das entspricht einem Anstieg von gut 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Trotz eines leichten Rückgangs von 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat bleiben die Preise auf einem ungewöhnlich hohen Niveau. Seit März 2025 übertreffen die Wochenpreise für Eier der Güteklasse A an den Packstellen sowohl die Vorjahreswerte als auch den Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2024.

Im internationalen Vergleich liegt die Europäische Union damit deutlich über den Preisen in Brasilien (128 €/100 kg) und Indien (88 €/100 kg). Gleichzeitig bleibt das EU-Niveau aber unter dem Preisniveau der Vereinigten Staaten, wo Mitte Juli 386,81 Euro je 100 Kilogramm gezahlt wurden.

Die hohen Marktpreise in der EU haben zu einem deutlichen Anstieg der Einfuhren geführt. Im ersten Quartal 2025 wurden 39.630 Tonnen Eier importiert – das sind rund 52 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Den größten Anteil hatte dabei die Ukraine mit über 30.000 Tonnen. Ihre Lieferungen in die EU stiegen um mehr als 80 Prozent.

Auch die Ausfuhren aus der EU legten zu. Mit einem Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurden 98.000 Tonnen Eier exportiert. Zu den wichtigsten Abnehmerländern gehörten das Vereinigte Königreich, Japan und Australien. Besonders Australien verzeichnete eine starke Zunahme der EU-Importe mit einem Wachstum von 165 Prozent.

In der Eierproduktion nimmt Deutschland eine zentrale Rolle ein. Mit einer Jahresmenge von rund 970.000 Tonnen im Jahr 2024 lag es hinter Frankreich (1,01 Millionen Tonnen) auf dem zweiten Platz. Danach folgen Spanien, Italien, Polen und die Niederlande.

Die Haltungsformen der Legehennen unterscheiden sich stark innerhalb der EU. Von den etwa 393 Millionen Hennen wurden 62 Prozent käfigfrei gehalten. Darunter entfallen rund 40 Prozent auf Bodenhaltung, 16 Prozent auf Freilandhaltung und 7 Prozent auf die ökologische Erzeugung. Etwa 38 Prozent der Tiere lebten weiterhin in ausgestalteten Käfigen – ein Anteil, der je nach Mitgliedstaat unterschiedlich ausfällt.

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