Nach mehreren Tagen mit rückläufiger Tendenz haben sich die internationalen Ölpreise zur Wochenmitte kaum verändert gezeigt. Während die Preise für Gasöl leicht anzogen, dürften die Heizölnotierungen hierzulande heute mit wenig Bewegung oder leichtem Aufwärtstrend in den Handel starten.
Die Kontrakte für die Nordsee-Rohölsorte Brent mit Lieferung im Oktober notieren aktuell bei 68,80 US-Dollar je Barrel. Eine Tonne Gasöl zur Auslieferung im August wird derzeit mit rund 686 US-Dollar gehandelt. Der Euro bleibt gegenüber dem US-Dollar weitgehend stabil und bewegt sich am Morgen bei etwa 1,1550 US-Dollar.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.
Ein zentrales Thema am Ölmarkt bleibt weiterhin das politische Ultimatum gegenüber Russland, das in Kürze ausläuft. Sollte Moskau keine konkreten Schritte in Richtung eines Friedensprozesses unternehmen, drohen vonseiten der Vereinigten Staaten empfindliche Strafzölle auf den Import russischen Öls. Besonders betroffen wären davon Länder wie China und Indien, die bislang zu den größten Abnehmern zählen. Bislang ist aus beiden Staaten jedoch keine Veränderung in der Haltung erkennbar. Auch von russischer Seite gibt es derzeit keine Hinweise auf eine Änderung der Politik gegenüber der Ukraine.
Sollte die US-Regierung unter Präsident Trump tatsächlich Strafmaßnahmen durchsetzen, wären deutliche Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Entwicklung zu erwarten. Eine mögliche Reaktion der betroffenen Länder, etwa durch Verzicht auf russisches Öl, könnte die Versorgungslage am Weltmarkt erheblich verändern. In einem solchen Fall ist mit deutlich steigenden Ölpreisen zu rechnen.
Abgesehen von der geopolitischen Lage gab es am gestrigen Handelstag wenig neue Impulse. Allerdings sorgte ein besser als erwarteter Einkaufsmanagerindex aus Chinas Dienstleistungssektor für Aufmerksamkeit. Mit 52,6 Punkten lag der Wert deutlich über den prognostizierten 50,4 Zählern. Im Verlauf des Tages werden noch entsprechende Wirtschaftsdaten aus der Europäischen Union und den USA erwartet. Am späten Abend folgt dann der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute zu den US-Ölreserven.
Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro gegenüber dem Dollar leicht schwächer, nachdem er zum Ende der Vorwoche noch deutlich zugelegt hatte. Der Kursrückgang ist auf Entwicklungen in den USA zurückzuführen. Dort hatten schwächere Arbeitsmarktdaten politische Reaktionen ausgelöst, darunter die Entlassung der Leiterin der Statistikbehörde durch den US-Präsidenten. Analysten sehen nun eine gestiegene Wahrscheinlichkeit dafür, dass die US-Notenbank bereits bei ihrer nächsten Sitzung die Zinsen senken könnte.
Die Heizölpreise in Deutschland starten unter diesen Bedingungen weitgehend stabil in den heutigen Handel. Laut aktuellen Berechnungen sind nur geringfügige Veränderungen von bis zu einem halben Cent pro Liter zu erwarten. Das aktuelle Preisniveau gilt als vergleichsweise günstig: Die Notierungen liegen spürbar unter dem Durchschnitt der letzten vier Wochen und deutlich unter dem Stand des Vorjahres. Viele Verbraucher nutzen daher die Gelegenheit, um ihre Heizöltanks vor dem saisonalen Anstieg im Herbst aufzufüllen.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.

