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NABU fordert: Mehr Umweltschutz in der Agrarpolitik nach 2027

Die zukünftige Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 sorgt für erhebliche Diskussionen. Der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Jörg-Andreas Krüger, äußerte scharfe Kritik an den aktuellen Plänen der EU-Kommission. Diese sieht vor, weiterhin einen Großteil des Budgets für Direktzahlungen vorzusehen, die jedoch nur unzureichend an Umweltauflagen gekoppelt sind.

Fokus auf Flächenprämien statt Umweltschutz

Krüger betont, dass die derzeitigen Vorschläge nicht dem Konsens entsprechen, der sowohl in der Zukunftskommission Landwirtschaft als auch im Strategischen Dialog auf europäischer Ebene erarbeitet wurde. Dieser sieht vor, dass öffentliche Gelder verstärkt für Klima- und Artenschutzmaßnahmen eingesetzt werden sollten. Die Betonung auf Flächenprämien gefährdet aus Sicht des Nabu den Fortbestand der Agrarpolitik in ihrer jetzigen Form.

Nabu fordert klare Vorgaben für Umweltmaßnahmen

Der Naturschutzbund plädiert für die Einführung einer verbindlichen Mindestquote für Agrarumweltmaßnahmen. Ohne eine solche Regelung sieht sich der Verband gezwungen, die Abschaffung der GAP zu fordern. Dies sei jedoch nicht das Ziel des Nabu, da die Gespräche mit Landwirten und dem Deutschen Bauernverband bereits Fortschritte in diese Richtung gezeigt hätten.

Langfristige Folgen für die Landwirtschaft

Laut Krüger könnten die Pläne aus Brüssel langfristig auch der Landwirtschaft schaden. Es werde zunehmend schwieriger, die Zahlungen ohne klare Gegenleistungen gesellschaftlich zu rechtfertigen. Gerade in Zeiten, in denen über Kürzungen bei Sozialausgaben diskutiert wird, sei es problematisch, Landwirte ohne entsprechende Verpflichtungen zu subventionieren. Die daraus entstehende Debatte würde die Landwirtschaft nachhaltig belasten.

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