Die jüngsten Kontrollen der Polizei in Rheinland-Pfalz haben ein alarmierendes Bild hinsichtlich der Überladung von Holztransportern gezeichnet. Die Beamten stellten fest, dass etwa 75 Prozent der überprüften Fahrzeuge das zulässige Gesamtgewicht überschritten. Diese Kontrollen fanden insbesondere im Grenzgebiet zwischen Belgien und Deutschland statt und waren eine Reaktion auf wiederholte Verstöße, die bei Forsttransporten festgestellt wurden.
Ergebnisse der Kontrollen: Überladungen als Regel
Das Polizeipräsidium Trier berichtete, dass fast alle kontrollierten Lastwagen ein Gewicht von über 50 Tonnen aufwiesen, obwohl nur 40 Tonnen erlaubt sind. Ein besonders erschreckender Fall war ein belgischer Langholztransporter, der mit 63,7 Tonnen unterwegs war – eine Überladung um 55 Prozent. Der Fahrer musste seine Ladung abladen und durfte erst nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 800 Euro weiterfahren.
Reaktionen und Konsequenzen für die Fahrer
Gegen alle Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet, zudem drohen den verantwortlichen Unternehmen weitere Maßnahmen, darunter möglicherweise die Einziehung des Frachterlöses. Ein Fahrzeug war zudem wegen Geschwindigkeitsüberschreitung auffällig geworden; hier wurde ebenfalls eine Geldstrafe verhängt. Darüber hinaus wurden auch Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten festgestellt.
Weitere Verstöße bei Transporten
Nicht nur Holztransporter fielen bei den Kontrollen auf. Auch ein niederländischer Sattelzug, beladen mit Dung und einem Gewicht von etwa 45 Tonnen, verstieß gegen das Güterkraftverkehrsgesetz.
Kritik und Notwendigkeit weiterer Kontrollen
Trotz der Unzufriedenheit einiger Fahrer zeigt sich die Polizei überzeugt von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen. Das Fazit lautet klar: Nur wenige Fahrzeuge hielten sich an die gesetzlichen Gewichtsgrenzen. Die Behörden betonen daher, dass solche Kontrollen in Zukunft regelmäßig durchgeführt werden müssen.
