Die Preisentwicklung für Düngemittel bleibt auch zum Jahreswechsel 2025/26 ein zentrales Thema für Landwirte. Die Kosten für Harnstoff und Kalkammonsalpeter (KAS) verharren auf dem im November erreichten hohen Niveau, wie aus einem Bericht von Karsten Hoeck von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hervorgeht. Gleichzeitig zeigt sich auf lokaler Ebene eine größere Bandbreite bei den Handelsabgabepreisen, was auf unterschiedliche regionale Marktbedingungen hinweist.
Steigende Lagerbestände vor neuer CO₂-Steuer
Ein bedeutendes Thema ist die Lagerung großer Düngermengen durch den Handel, bevor die neue CO₂-Steuer in Kraft tritt. Dies hat dazu geführt, dass etwa die Hälfte des Bedarfs an Stickstoffdünger von Landwirten bereits vorab gekauft wurde. Diese Vorbereitungen sind entscheidend, um den Betriebskostenanstieg durch die Steuer abzufedern und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Preisschwankungen bei N-Düngern
Zusätzlich zu den stabilen Importpreisen verzeichnete der Markt Abschläge bei den Notierungen für Stickstoffdünger (N-Dünger). Diese Schwankungen könnten Chancen bieten, besonders für diejenigen Landwirte, die flexibel in ihrem Einkaufsverhalten sind. Eine genaue Marktbeobachtung wird dadurch wichtiger denn je, um von möglichen Preisvorteilen zu profitieren.
Herausforderungen und Strategien
Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet diese Situation eine intensive Auseinandersetzung mit den Kostenstrukturen. Die hohen Preise belasten das Budget vieler Betriebe erheblich, während gleichzeitig Strategien zur Kostensenkung gefragt sind. Dazu gehören nicht nur der gezielte Voreinkauf bei günstigen Gelegenheiten, sondern auch der Einsatz von präzisionslandwirtschaftlichen Techniken zur effizienteren Nutzung von Düngemitteln.
Insgesamt stehen Landwirte vor der Herausforderung, unter diesen volatilen Bedingungen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Eine enge Zusammenarbeit mit Beratern und eine kontinuierliche Anpassung an Marktentwicklungen sind hierbei unerlässlich.
