In den letzten Tagen haben sich die Weizenpreise in den globalen Märkten etwas bewegt, wobei besonders der Norden eine erhöhte Verkaufsbereitschaft zeigt. Dies geschieht unter dem Einfluss von klimatischen Herausforderungen und weltweiten Marktbedingungen.
Wechselhafte Preisentwicklungen in Paris und Chicago
Die Weizenkurse an den Börsen in Paris und Chicago präsentierten sich bis zum Wochenende stabil, bevor sie zu Beginn der Woche nachgaben. Besonders kalte Temperaturen in den US-amerikanischen Getreideanbaugebieten wecken Ängste vor möglichen Frostschäden bei Weizen. Der vorhandene Schneeschutz hat diese Sorgen jedoch teilweise gemildert. Ähnliche klimatische Bedingungen belasten auch die Wintersaaten in Russland, was sich auf die Preisentwicklung auswirkt.
Starke Exporte aus den USA und Konkurrenz aus Argentinien
Die USA konnten im Exportsektor bessere Ergebnisse erzielen als die Europäische Union, was eine weitere Preisfestigkeit in Paris verhinderte. Argentinien tritt zudem als preislich attraktiver Wettbewerber auf dem Weltmarkt auf. Es könnte daher passieren, dass Frankreich aufgrund mangelnder Exportmöglichkeiten gezwungen ist, seine Bestände innerhalb Europas zu verkaufen. Dies würde wahrscheinlich zu einem Rückgang der Preise am Kassamarkt führen.
Russische Exportbedingungen und globale Bestände
Derzeit werden russische Weizenlieferungen teurer angeboten, was auch durch ungünstige Wetterbedingungen beeinflusst wird, die die Arbeit in den Exporthäfen erschweren. Hinzu kommt ein globaler Überschuss an Weizenbeständen, der ebenfalls druck auf die Preise ausübt.
Regionale Unterschiede am Kassamarkt
Am Kassamarkt gibt es je nach Region unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Während im Norden eine leichte Zunahme der Verkaufsaktivitäten festzustellen ist, herrscht im Süden weiterhin Zurückhaltung vor. Trotzdem wird auch dort Ware angeboten, obwohl die Verarbeitungsbetriebe sich eher zurückhaltend zeigen. Es wird vermutet, dass noch große Mengen unverkäufen Getreides bei den Landwirten lagern.
