Nach Angaben von Oil World sorgt die unsichere Erntelage bei Sonnenblumen weltweit für Spannungen am Markt. Erwartet wird ein Rückgang der globalen Produktion um 2,3 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr.
Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich in den Preisen. Im August erreichten die Notierungen für Sonnenblumenöl den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Zwischen April und Juni lagen die Exporte um 0,8 Millionen Tonnen unter dem Vorjahreswert. Für das laufende Quartal wird mit einem weiteren Rückgang um 100.000 bis 200.000 Tonnen gerechnet. Insgesamt könnte das Minus im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei etwa zwei Millionen Tonnen liegen.
Teilweise aufgefangen wird dieser Rückgang durch größere Lieferungen aus der Ukraine und aus Argentinien. Damit konnte der Rückgang der Ausfuhren aus Russland zumindest teilweise kompensiert werden. Fachleute gehen davon aus, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Sonnenblumenöl im kommenden Jahr steigen könnte, da eine Erholung der Exporte im Wirtschaftsjahr 2025/26 erwartet wird.
Beim weltweiten Verbrauch zeichnet sich nur ein sehr geringer Zuwachs ab. Für die kommende Saison wird ein Anstieg um 200.000 Tonnen auf 22,5 Millionen Tonnen prognostiziert. Damit bleibt die Nachfrage deutlich unter den Rekordmengen von 23,8 Millionen Tonnen im Jahr 2023/24.
Die Anfangsbestände im Wirtschaftsjahr 2025/26 dürften zudem um 1,0 bis 1,1 Millionen Tonnen niedriger ausfallen als im Vorjahr. Dadurch wird das globale Angebot zusätzlich eingeschränkt und die Versorgungslage spürbar enger.
