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Geringe Beteiligung bei Bauerndemonstration in Berlin

Am 23. November 2024 fand am Brandenburger Tor eine Bauerndemonstration statt, die jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb. Anstelle der erwarteten 1.000 Traktoren und 10.000 Demonstranten versammelten sich lediglich etwa 23 Traktoren und einige Hundert Menschen. Die Veranstalter, der bayerische Verein „Hand in Hand für unser Land“, hatten mit einer deutlich größeren Beteiligung gerechnet, stießen jedoch auf weniger Resonanz als erhofft. Die Polizei berichtete von einer Teilnehmerzahl im niedrigen dreistelligen Bereich.

Der Verein, der sich gegen die Agrarpolitik der aktuellen Bundesregierung richtet, hatte auch allgemeine politische Forderungen gestellt, darunter das Verlangen nach einem Rederecht im Bundestag. „Hand in Hand für unser Land“ setzt sich nicht nur aus Landwirten zusammen, sondern schließt auch Handwerker und andere Berufsgruppen ein. Bei der Demonstration waren allerdings vorrangig andere Gruppierungen sichtbar, nicht nur die Landwirte.

Medienberichte im Vorfeld der Veranstaltung hatten bereits auf ein erhöhtes Interesse rechtspopulistischer Strömungen hingewiesen, eine Beobachtung, die sich während der Demonstration bestätigte. Neben Landvolk-Fahnen waren auch Plakate mit Slogans wie „Heimatliebe ist kein Verbrechen“ und „Die Ampel muss weg“ zu sehen. Während die aktuelle Politik wenig Unterstützung erhielt, gab es Anhänger von Putin und Trump.

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