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ASP-Fall in Hessen: Ursprung des Virus noch unklar

Neue Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts haben ergeben, dass das kürzlich in Hessen entdeckte Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wahrscheinlich nicht aus den östlichen Bundesländern Brandenburg oder Sachsen eingeschleppt wurde. Dies bestätigte eine Genomanalyse, die auf der Insel Riems durchgeführt wurde und zeigt, dass der Virusstamm genetische Übereinstimmungen mit Varianten aus Südosteuropa aufweist, jedoch nicht die für Deutschland und Polen typischen Mutationen besitzt.

Die genaue Herkunft des Virusstammes lässt sich derzeit nicht festlegen, da vergleichende Genomsequenzen aus den potenziellen Ursprungsländern fehlen. Interessant ist der Fundort des ersten infizierten Wildschweins in Hessen, der sich in der Nähe von verkehrsreichen Autobahnen und dem Opel-Werk in Rüsselsheim befindet. In dieser Region werden zudem viele Sonderkulturen angebaut, für die oft Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa tätig sind.

Es wird vermutet, dass der Erreger möglicherweise durch Lebensmittel, die von osteuropäischen Lkw-Fahrern oder Saisonarbeitern mitgebracht wurden, in die Region gelangt sein könnte. Angesichts dieser Entdeckung wird Schweinehaltern dringend empfohlen, bei den geringsten Anzeichen einer Erkrankung eine spezielle Untersuchung zum Ausschluss von ASP vornehmen zu lassen.

Dr. Jürgen Harlizius, Referatsleiter für Tierseuchenbekämpfung und -prävention im Landwirtschaftsministerium NRW, betonte kürzlich die Wichtigkeit von Biosicherheitskonzepten. Er riet, bei unklaren Krankheitssymptomen wie Futterverweigerung oder hohem Fieber umgehend eine Blutprobe zur ASP-Diagnostik einzusenden, um mögliche Infektionsherde frühzeitig zu identifizieren und zu isolieren.

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