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Kriegsschäden an landwirtschaftlichen Böden in Charkiw belaufen sich auf fast 1 Milliarde Euro

Die durch Kriegshandlungen verursachten Schäden an den Böden in der Region Charkiw belaufen sich bereits auf fast 37 Milliarden UAH (ca. 900 Mio. €). Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Gesellschaft der Forscher der Ukraine, die im Auftrag des ukrainischen Ministeriums für Wirtschaft, des Ministeriums für Agrarpolitik und Lebensmittel in Zusammenarbeit mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) durchgeführt wurde. Die Ergebnisse wurden während der Präsentation der Studie vom Wirtschaftsministerium der Ukraine vorgestellt.

Laut der Mitteilung haben die Forscher eine umfassende Methodik zur Schadensbewertung in der Region Charkiw entwickelt und getestet, von der 61% durch Kampfhandlungen beeinflusst wurden. Die Studie umfasste drei Phasen: eine georäumliche Analyse hochpräziser Satellitenbilder zur Bestimmung der Ackerflächen und des Ausmaßes ihrer Beschädigung durch Munition und Militärtechnik. Außerdem wurden elektronische Karten der Bodentypen und ihres Erosionsgrades erstellt. Die Feldphase der Studie umfasste die Entnahme von Proben aus beschädigten Böden für die anschließende Laboranalyse.

Die direkten Explosionen beschädigten 4,2 Tausend Hektar Ackerland, und weitere 28,2 Tausend Hektar könnten potenziell kontaminiert sein. Zusätzlich erlitten 3,4 Tausend Hektar Boden Verdichtungen durch das Überfahren mit Militärfahrzeugen, stellten die Experten fest.

Die Gesellschaft der Forscher der Ukraine plant, die Region Charkiw innerhalb einer 40-Kilometer-Zone entlang der Staatsgrenze und der Demarkationslinie zwischen den Regionen Charkiw und Luhansk weiter zu analysieren, die nach internationalen Standards derzeit für Wissenschaftler als gefährlich gilt. Derzeit arbeiten die Forscher auch an der Analyse der Schäden in den Regionen Cherson und Mykolajiw und planen, die gleiche Methodik auf alle Regionen anzuwenden, die von der militärischen Aggression Russlands gegen die Ukraine betroffen sind.

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