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IGC sagt für 2024/25 weltweite Höchsternte voraus

Globale Getreideernte erreicht historische Höhen im Jahr 2024/25

Der Internationale Getreiderat (IGC) stellt in seinem jüngsten Bericht eine herausragende Prognose für das Vermarktungsjahr 2024/25 vor. Erwartet wird eine weltweite Rekordernte an Getreide, die mit einer Gesamtmenge von 2,332 Milliarden Tonnen die Erträge des Vorjahres um 1,2 Prozent übersteigt. Diese Zahlen verdeutlichen das potenzielle Wachstum der globalen Getreideproduktion, wobei allein der Weizenanteil mit voraussichtlich 798,8 Millionen Tonnen nahezu an den Rekord des Vorjahres heranreicht.

Wetterkapriolen und ihre Auswirkungen

Die Wetterbedingungen spielen eine entscheidende Rolle für die Ernteaussichten. Während Nordeuropa mit übermäßigen Niederschlägen zu kämpfen hatte, zeigen sich die Ertragsaussichten in den Hauptanbaugebieten der nördlichen Hemisphäre positiv. Die Problematik der Trockenheit könnte jedoch in Teilen Nordafrikas zu Ernteeinbußen führen. In der EU zeichnet sich eine Reduktion der Weizenernte um 1,9 Prozent ab, was der dritte Rückgang in Folge wäre. Auch Russland, trotz günstiger Niederschlagsmengen, könnte eine Verringerung der Weizenfläche erleben, bedingt durch niedrige Weizenpreise.

Ein Blick auf wichtige Getreideproduzenten

In der Ukraine erwartet der IGC eine signifikante Reduktion der Weizenernte um 15 Prozent, hauptsächlich aufgrund von Trockenheit. Im Gegensatz dazu könnten die USA eine deutlich größere Ernte als im Vorjahr einfahren, mit einer Prognose von 51,6 Millionen Tonnen Weizen. Auch Kanada und Argentinien dürften höhere Weizenerträge verzeichnen. Diese Entwicklungen weisen auf eine Verschiebung in der globalen Getreideproduktion hin, die durch unterschiedliche klimatische Bedingungen und Anbaustrategien beeinflusst wird.

Maisernte im Fokus

Die Vorhersage für die globale Maisernte sieht ebenfalls positiv aus, mit einer erwarteten Rekordmenge von 1,233 Milliarden Tonnen, was einem Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insbesondere Brasilien könnte einen signifikanten Zuwachs um 5,3 Prozent verzeichnen. In der EU wird ebenfalls ein Anstieg der Maisernte erwartet, während die USA mit einem leichten Rückgang konfrontiert sein könnten. Die ukrainische Maisproduktion sieht sich hingegen mit Herausforderungen konfrontiert, die eine Reduktion der Erntemenge um 6,1 Prozent zur Folge haben könnten.

Die Prognosen des Internationalen Getreiderats für das Jahr 2024/25 zeichnen ein Bild von Optimismus gemischt mit Herausforderungen. Während einige Regionen mit historischen Ernteerträgen rechnen können, sind andere von klimatischen Schwierigkeiten und deren Folgen für die Landwirtschaft betroffen. Die globalen Getreidemärkte bleiben somit in Bewegung und unterstreichen die Wichtigkeit von Anpassungsfähigkeit und strategischer Planung in der Agrarwirtschaft.

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