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RWZ verfehlt Geschäftsziel: Alarmstufe orange erreicht

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main AG (RWZ) wird ihre Geschäftsziele für das Jahr 2024 nicht erreichen. Dies wurde durch ein internes Schreiben bekannt, das unerwartet an die Öffentlichkeit gelangte.

In einem internen Rundschreiben, das mittlerweile öffentlich zugänglich ist, äußert sich Christoph Kempkes, der Vorstandsvorsitzende der RWZ, zur derzeitigen Lage des Unternehmens. Er spricht von einer „Alarmstufe orange“ und macht deutlich, dass die Geschäftsziele für das Jahr nicht erreicht werden können. Besonders erfolgreich sei derzeit nur der Geschäftsbereich, der sich mit Kartoffeln befasst.

Kempkes führt aus, dass vor allem die Sparte Agrartechnik das Ergebnis belaste. Trotz eines stabilen Marktes und leicht verbesserten Marktanteilen, drückten hohe Bestände an neuen und gebrauchten Maschinen sowie die damit verbundenen Zinsen und notwendigen Wertberichtigungen auf die Bilanz. Auch der Handel mit Getreide und Ölsaaten sei derzeit sehr schwach. Ebenso sei die Nachfrage im Bereich Weinbau und Kellerei seitens der Winzer rückläufig. Die Betriebsmittel und Raiffeisenmärkte sowie das Autohaus liefen hingegen planmäßig. Der Energiebereich hänge zwar etwas hinterher, die Situation sei jedoch noch handhabbar.

In einem Gespräch mit der Agrarzeitung bestätigte Kempkes die schwierige Lage, betonte jedoch, dass dies nicht bedeute, dass die RWZ das Jahr mit roten Zahlen abschließen werde oder gar in eine Schieflage gerate. Als Stärken des Unternehmens nannte der Vorstandsvorsitzende die solide Eigenkapitalquote und die gesicherte Liquidität.

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