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Unia Cross II: Preiswerter Universalgrubber mit vielseitiger Ausstattung

Mit dem Unia Cross II hat der polnische Hersteller im vergangenen Jahr einen Universalgrubber auf den Markt gebracht, der mit Arbeitsbreiten von 3 bis 4 Metern und zukünftig auch klappbaren Varianten bis 5 Meter aufwartet. Der Grubber zielt darauf ab, in Deutschland eine kostengünstige Alternative zu etablierten Marken zu bieten, ohne auf Qualität zu verzichten.

Ausstattungsoptionen und Preisüberlegungen

Landwirte stehen bei der Konfiguration des Cross II vor der Entscheidung, entweder Kosten zu sparen oder in eine bessere Ausstattung zu investieren. Volker Landgraf, Importeur aus Ostheim vor der Rhön, stellte zwei Varianten des Cross II mit 3 Metern Arbeitsbreite für einen Test bereit: eine einfache und eine umfangreich ausgestattete Version. Der Listenpreisunterschied zwischen diesen Geräten beträgt 7.310 Euro.

Konstruktion und Verarbeitung

Beide Modelle des Unia Cross II sind auf einem stabilen Rahmen aus 100x100x8 mm starken Rohren aufgebaut. Die Konstruktion überzeugt durch hochwertige Verarbeitung, durchgehende Rohre sowie fachgerechte Schweißnähte und Knotenbleche. Auch die Pulverbeschichtung hinterlässt einen positiven Eindruck.

Allerdings zeigte der Anhängebock Schwächen in Bezug auf Geometrie und Kategorienauswahl. Besonders bei größeren Traktoren wie dem Fendt 724 war die Geometrie problematisch, sodass Anpassungen am Oberlenkerpunkt nötig sind.

Zinkenanordnung und Transportbreite

Der Unia Cross II verfügt über zehn Zinken, die auf drei Balken mit einem Abstand von 75 cm verteilt sind. In der Reihe beträgt der Abstand zwischen den Zinken 90 cm, diagonal zur nächsten Reihe sind es 82 cm. Diese Anordnung liegt leicht über dem Durchschnitt anderer Grubberhersteller.

Die Rahmenhöhe ist mit 85 cm ebenfalls überdurchschnittlich. Dennoch ist die Transportbreite mit den breiten Flügelscharen von bis zu 3,06 m zu groß. Der Importeur Landgraf plant jedoch, den Zinkenabstand so anzupassen, dass die Breite künftig sicher unter 300 cm bleibt.

Sicherheitssysteme und Scharauswahl

Der Standard-Unia Cross II ist mit einer M16x90 8.8-Abscherschraube ausgerüstet, die bei einem Auslösemoment von etwa 900 daN bricht. Diese Schrauben sind so konzipiert, dass sie keine teuren Spezialanfertigungen benötigen.

Für einen Aufpreis von 3.340 Euro bietet Unia ein Modell mit automatischer Überlastsicherung an, das durch ein Federpaket ergänzt wird. Dieses System spricht bei einer Auslösekraft von etwa 580 daN an und bietet Schutz vor Schäden durch Steine oder harte Fahrgassen.

Nachteile des mechanischen Nachläufers

Vier Walzentypen stehen zur Auswahl, darunter standardmäßig eine Rohrstabwalze. Im Test wurde jedoch eine Dachringwalze verwendet, die den Boden gut rückverfestigt.

Die mechanische Einstellung der Arbeitstiefe über Einsteckclips erwies sich als zeitaufwendig und umständlich. Das hydraulische System stellt hier eine komfortablere Alternative dar und kostet lediglich einen Aufpreis von 510 Euro.

Praxiseinsatz und Fazit

Im Praxistest wurde der Grubber für verschiedene Aufgaben wie Stoppelbearbeitung und Saatbettbereitung eingesetzt. Traktoren mit einer Leistung zwischen 125 und 240 PS kamen zum Einsatz, wobei maximale Arbeitstiefen von bis zu 30 cm erreicht wurden.

Der Unia Cross II überzeugt durch seine solide Bauweise und gute Arbeitsqualität. Die manuelle Einstellung könnte jedoch benutzerfreundlicher gestaltet sein. Besonders auf schweren Böden zeigt die Dachringwalze ihre Stärken; für leichtere Böden ist die U-Profil-Walze besser geeignet.

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