Anzeige
 

Ukraine erleidet schwere Verluste durch russische Aneignung von Getreide

Die Ukraine hat infolge der unrechtmäßigen Aneignung ihres Getreides durch Russland Verluste in Höhe von über 30 Milliarden Hrywnja (ca. 650.000.000 €) erlitten. Diese Zahl könnte weiter ansteigen, wie Juri Belousow, der Leiter der Abteilung zur Bekämpfung von Verbrechen im Rahmen des bewaffneten Konflikts beim Generalstaatsanwalt, kürzlich auf der Konferenz „United for Justice: Accountability for the Attacks against Civilian Objects“ bekannt gab.

Belousow erläuterte, dass Russland seit Beginn des Konflikts eine Vielzahl unterschiedlicher Waffensysteme eingesetzt habe, darunter Drohnen vom Typ „Shahed“, „Iskander“-Raketen, sowie taktische Luft- und boden- sowie seegestützte Raketen.

Die vorläufigen Schätzungen der Schäden, die durch die Entwendung von Getreide entstanden sind, belaufen sich auf mehr als 30 Milliarden Hrywnja. Im Mai 2024 verschiffte Russland erstmals Getreide von dem besetzten Sevastopol nach Venezuela, in einem Versuch, Handelsrouten von den besetzten ukrainischen Gebieten zu seinen internationalen Partnern zu legitimieren.

Im Sommer begann Russland, ukrainisches Getreide aus den zeitweilig besetzten Gebieten in den Iran zu exportieren. Dieser illegale Getreidehandel stellt nicht nur eine direkte wirtschaftliche Belastung für die Ukraine dar, sondern untergräbt auch die rechtlichen Grundlagen des internationalen Handels und die Souveränität der Ukraine über ihre eigenen Ressourcen.

Weitere Nachrichten

WFP warnt: Iran-Konflikt treibt Welthunger auf Rekordniveau

Eine Ausweitung militärischer Konflikte im Nahen Osten könnte die weltweite Ernährungslage weiter verschärfen. Nach Einschätzung des Welternährungsprogramms (WFP) droht die Zahl hungernder...

Tierschutzskandal in Spanien

In der spanischen Provinz Teruel steht ein Schweinemastbetrieb unter dem Verdacht schwerer Tierschutzverstöße. Der Betrieb geriet ins Visier der Behörden, nachdem die...

WIFO fordert marktorientierte Preise statt Subventionen für Landwirte

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union steht erneut im Fokus, da Experten wie Gabriel Felbermayr vom Österreichischen Institut für...

Lada Niva verschwindet: Importeur in Deutschland insolvent

Der Ukrainekrieg und strengere EU-Vorschriften haben den Lada Niva, ein ehemals beliebtes russisches Fahrzeug, von den deutschen Straßen verdrängt. Der einzige Importeur...

EU-Zulassung von Pflanzenschutzmitteln bedroht Lebensmittelsicherheit

Die europäische Landwirtschaft steht vor einer bedeutenden Herausforderung: Der Verlust von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen könnte die regionale Lebensmittelversorgung gefährden. Laut Markus Röser, Leiter Kommunikation...