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Drohende Rattenplage: Verbot der Rattengift geplant

In Deutschland wächst die Besorgnis über eine drohende Rattenplage. Grund dafür ist eine Überlegung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die Zulassung effektiver Rodentizide, also Rattengifte, für den Privatgebrauch möglicherweise nicht zu verlängern. Diese Maßnahme könnte weitreichende Folgen haben, warnen verschiedene Branchenverbände und Hersteller in einem gemeinsamen Schreiben.

Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in städtischen Regionen die Rattenpopulation drei bis vier Individuen pro Einwohner beträgt. Die schnelle Vermehrungsrate der Nager und ihre Fähigkeit, über 100 Krankheiten zu übertragen, darunter auch tödliche, macht die effektive Bekämpfung zu einem dringenden öffentlichen Anliegen. Zusätzlich verursachen Ratten jährlich Sachschäden in Milliardenhöhe.

Die betroffenen Verbände und Unternehmen kritisieren, dass die BAuA den Umweltschutz über die öffentliche Gesundheit und den Schutz vor Infektionen und Sachschäden stellt. Sie argumentieren, dass es keine neuen wissenschaftlichen Belege gibt, die eine Änderung der bisherigen Zulassungspraxis rechtfertigen würden.

Die Unterzeichner des Briefes, darunter der Deutsche Raiffeisenverband, der Industrieverband Agrar, DER AGRARHANDEL, der Zentralverband Gartenbau, der Deutsche Schädlingsbekämpfer Verband sowie die Unternehmen W. Neudorff GmbH KG und SBM Life Science GmbH, fordern eine Fortsetzung der Genehmigung von Rodentiziden für Privatanwender. Sie plädieren für einen ganzheitlichen Ansatz zur Schädlingsbekämpfung, der neben der Verwendung von Rodentiziden auch Beratung, Schulungen und eine Kombination verschiedener Bekämpfungsmethoden umfasst. Zudem betonen sie die Wichtigkeit von Investitionen in Forschung und Entwicklung neuer Methoden zur Schädlingsbekämpfung.

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