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Trockenheit trotz Schnee: Winter gefährdet Grundwasservorräte

Während viele landwirtschaftliche Flächen unter einer Schneedecke liegen, reicht die Niederschlagsmenge im Winter bisher nicht aus, um das Grundwasser ausreichend aufzufüllen. Der Deutsche Wetterdienst bestätigt, dass der Winter bislang ungewöhnlich trocken verläuft, was durch die jüngsten Schneefälle nicht kompensiert wird.

Wasserdefizit trotz Schnee

Der Hydrologe Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung weist darauf hin, dass die Böden in Deutschland derzeit trockener sind als üblich. Im Vergleich zu einem kräftigen Regenschauer bringen die Schneefälle deutlich weniger Wasser. Laut Marx war bereits der November in der Mitte Deutschlands und der Dezember landesweit zu trocken. Die Niederschlagsmenge erreichte nur etwa 40 Prozent des Durchschnitts. Ausnahmen bilden lediglich der äußerste Norden und einige Regionen im Süden des Landes, wo die Bedingungen eher normal oder sogar etwas feuchter waren. Trotzdem stiegen die Grundwasserstände in weiten Teilen Deutschlands erst mit erheblicher Verzögerung an.

Gefrorene Böden als Hindernis

Die gegenwärtigen Schneefälle tragen laut Marx kaum zur Verbesserung der Bodensituation bei und könnten sogar dazu führen, dass Wasser ungenutzt bleibt. Durch den starken Frost vor dem Schneefall sind viele Böden gefroren, was verhindert, dass das Schmelzwasser versickert. Stattdessen fließt es oberflächlich ab und gelangt in Flüsse, anstatt das Grundwasser zu speisen.

Bedeutung von Schmuddelwetter

Marx betont, dass milde Temperaturen in Kombination mit leichtem Regen wesentlich effektiver für die Grundwasserneubildung wären als Schnee. Schmuddelwetter mit Temperaturen zwischen zwei und acht Grad Celsius und gelegentlichen Regenfällen wäre ideal, um den Wasserkreislauf zu unterstützen.

Zukunftsausblick 2026

Zwar erwartet Marx im Winter keine akuten Schäden durch Trockenheit, doch der Beginn des Jahres 2026 sei für die Grundwassersituation ungünstig verlaufen. Die entscheidenden Monate für eine Erholung sind Februar bis April; ein kühler und nasser Frühling könnte positive Auswirkungen haben. In Nordwestdeutschland führten drei solcher Monate im Winter 2023/24 zu historischen Höchstständen der Grundwasserstände, allerdings auch zu Überschwemmungen.

Wetterprognose für Februar

Laut Vorhersage wird kalte Festlandsluft in den Norden und Osten Deutschlands strömen, während Tiefdruckgebiete mildere Meeresluft in den Süden und Westen bringen. Die kommenden Tage werden von wechselhaftem Wetter geprägt sein: Am Wochenende ist mit Regen oder Schnee und Glatteisgefahr zu rechnen. In der Nacht zum Montag können die Temperaturen auf bis zu -12 Grad sinken.

Langfristige Wetterentwicklung

Die Prognosen deuten darauf hin, dass bis Februar weiterhin unbeständiges Wetter herrscht. Es wird erwartet, dass Niederschläge aus Südwesten aufziehen werden – teils als Regen, teils als Schnee – wobei die Temperaturen überwiegend frostig bleiben dürften.

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