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Russland rechnet im September mit höheren Weizenexporten

Nach Einschätzung des Analysezentrums von Rusagrotrans könnten die Weizenexporte Russlands im September zwischen 4,3 und 4,5 Millionen Tonnen erreichen. Damit würden die Ausfuhren leicht über den Mengen des Vormonats liegen. Für August haben die Experten ihre Schätzung um 300.000 Tonnen nach oben korrigiert und gehen nun von insgesamt 4 Millionen Tonnen aus.

Auf den internationalen Märkten sind die Notierungen für russischen Weizen zuletzt gefallen. Die Nachfragepreise sanken innerhalb einer Woche um vier US-Dollar auf 230 bis 232 US-Dollar je Tonne. Auch die Gerste gab leicht nach und liegt nun bei rund 228 US-Dollar pro Tonne.

An den russischen Häfen zeigt sich ein gemischtes Bild. In den Tiefseehäfen verbilligte sich Weizen der Klasse 4 mit 12,5 Prozent Protein um 400 Rubel und kostet nun 16.000 bis 16.200 Rubel pro Tonne ohne Mehrwertsteuer. In den kleineren Häfen stiegen die Preise dagegen um 250 Rubel auf 14.700 bis 15.200 Rubel je Tonne. Gerste legte in den Tiefseehäfen leicht zu und notiert nun bei 16.000 bis 16.500 Rubel je Tonne.

Auf dem Binnenmarkt blieb die Preisentwicklung regional unterschiedlich. Im Süden Russlands verharrte Weizen der Klasse 4 mit 12,5 Prozent Protein auf dem bisherigen Niveau von rund 14.000 bis 14.400 Rubel pro Tonne. In der Zentralregion gaben die Preise um 700 Rubel nach und bewegen sich nun zwischen 12.500 und 13.000 Rubel. Im Gebiet der Wolga fiel der Rückgang moderater mit 150 Rubel auf 12.000 bis 13.000 Rubel pro Tonne aus. In Sibirien sank der Preis um 400 Rubel auf 10.000 bis 12.000 Rubel je Tonne.

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