Die Agrarmärkte zeigen sich aktuell volatil, während Weizen und Mais unter Druck stehen und Raps mit Verlusten zu kämpfen hat, erzielt Magermilchpulver an der EEX Höhenflüge. Diese Entwicklungen spiegeln die komplexen Dynamiken auf den internationalen Rohstoffmärkten wider.
Weizenpreise weiterhin rückläufig
Der Weizenmarkt verzeichnete an der Euronext einen Rückgang auf das niedrigste Niveau seit zwei Wochen. Der Frontmonat Mai fiel um 3,75 € auf 203,25 €/t, was einem Wochenverlust von 3,4 % entspricht. Auch in den USA setzte sich dieser Trend fort: An der Chicago Board of Trade (CBoT) verlor der Frontmonat um 12,75 Cent und schloss bei 5,95 US-$/bu (entspricht etwa 189 €/t). Der gesamte Wochenverlust belief sich hier auf 2 %. Die Händler bewerten derzeit die Ernteaussichten in Europa und Nordamerika kritisch, während das reichliche Angebot aus der letzten Ernte zusätzlich Druck ausübt.
Rapsmarkt von Unsicherheit geprägt
Am Ölsaatenmarkt herrscht weiterhin Unsicherheit. Trotz eines leichten Anstiegs des Rapspreises um 1,50 € auf 502,25 €/t am Freitag verzeichnete der Markt für die Woche einen Verlust von 1,8 %. In den USA sank der Preis für Sojabohnen am CBoT um 7,25 Cent auf 11,61 US-$/bu (ca. 369 €/t), wobei der Wochenverlust hier sogar bei 5,2 % lag. Der hohe Ölpreis unterstützt zwar den Markt etwas, jedoch begrenzen das große globale Angebot an Sojabohnen und Raps die Preisentwicklung.
Maismarkt durch äußere Einflüsse belastet
Am Maismarkt zeigten sich die Preise ebenfalls schwach. Der Frontmonat Mai ging im Handel in Chicago um 4,25 Cent zurück und landete bei 4,66 US-$/bu (ca. 158 €/t). Insgesamt summierte sich der Wochenverlust auf geringe 0,4 %. An der Euronext fiel der Juni-Kontrakt um 2 € auf 208 €/t. Ein starker US-Dollar sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen geopolitischer Spannungen belasten den Markt zusätzlich.
Kartoffelhandel zeigt wenig Bewegung
Der Kartoffelmarkt bleibt ruhig. Der Frontmonat April26 hat bereits das Niveau des EEX-Potato-Index von 2,30 €/dt erreicht. Obwohl für Juni26 ein Preis von 18,50 €/dt angegeben wird, findet kein Handel statt. Die Marktlage mit einem großen Angebot lässt keine kurzfristigen Änderungen erwarten.
Magermilchpulver im Aufschwung
Einen deutlichen Aufwärtstrend zeigt hingegen Magermilchpulver an der EEX. Mit einem Anstieg auf ein 13-Monats-Hoch von 2.891 €/t kurz vor dem Wochenende setzte es seinen positiven Kurs fort. Im Gegensatz dazu gab es bei Butter einen starken Rückgang von 375 € auf nunmehr 4.475 €/t im April-Kontrakt. Der Kassamarkt bleibt jedoch stabil mit einer erwarteten Nachfragebelebung vor Ostern.
