Nach einem schwachen Start in den europäisch geprägten Handelstag haben die Rohölpreise an den internationalen Terminmärkten erneut nachgegeben. Zum Handelsschluss notierten sie auf dem tiefsten Tagesniveau – ein klarer Rückgang, der sich auch bei den Heizöl-Notierungen bemerkbar macht. Diese befinden sich aktuell auf dem niedrigsten Stand seit rund zwei Monaten und tendieren weiter nach unten.
Der Preis für Oktober-Futures der Nordsee-Rohölsorte Brent liegt derzeit bei knapp 68 US-Dollar je Barrel. Eine Tonne Gasöl mit Lieferung im August wird aktuell mit 667 US-Dollar bewertet. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar leicht zulegen und wird heute Morgen bei etwa 1,1580 US-Dollar gehandelt.
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In den kommenden zwei Tagen endet das Ultimatum gegenüber Russland, was zunehmend Auswirkungen auf die Energie- und Finanzmärkte zeigt. Parallel dazu verschärft sich die außenpolitische Rhetorik der USA. Präsident Trump bekräftigte gestern seine Drohungen mit Importzöllen, wobei Indien verstärkt in den Blick gerät. Diese Strafmaßnahmen sollen bereits innerhalb von 24 Stunden umgesetzt werden. Auch China dürfte bald wieder stärker thematisiert werden. Ob diese internationalen Spannungen Druck auf den russischen Präsidenten Putin ausüben können, bleibt fraglich. Dennoch scheint es laut mehreren Medienberichten Anzeichen für diplomatische Bewegung zu geben: In Moskau wird offenbar ein vorübergehender Stopp der Luftangriffe erwogen, ein umfassender Waffenstillstand wird aber weiterhin ausgeschlossen. Heute wird der US-Sondergesandte Steve Wittkopf zu Gesprächen nach Russland reisen.
Zudem wurden neue Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten veröffentlicht, die auf eine Abschwächung der Konjunktur hindeuten und sich ebenfalls dämpfend auf die Ölpreise auswirken. Der Einkaufsmanagerindex im Dienstleistungssektor fiel mit 50,1 Punkten schwächer aus als von Analysten erwartet. Diese hatten mit einem Wert von 51,5 Punkten gerechnet. Bereits Ende letzter Woche waren die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt enttäuschend ausgefallen. Ergänzend dazu wurden gestern Abend Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, die unvollständig blieben. Es wurde lediglich ein deutliches, unerwartetes Minus bei den Rohölvorräten vermeldet. Werte zu den Endprodukten lagen nicht vor. Eine unmittelbare Marktreaktion blieb bislang aus, da die Händler auf die detaillierteren Zahlen des US-Energieministeriums (DOE) warten, die heute gegen 17 Uhr bekanntgegeben werden.
Am Währungsmarkt zeigt sich der US-Dollar weiter unter Druck. Die zuletzt schwachen Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten lassen eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank zunehmend realistischer erscheinen. Gleichzeitig sorgen positive Wirtschaftssignale aus der Europäischen Union für Auftrieb beim Euro.
Die Heizölpreise dürften im Tagesverlauf weiter sinken. Erste Marktprognosen deuten auf ein Minus von rund einem Cent pro Liter hin – ein Rückgang, der sich bereits am Vortag angekündigt hatte. Das aktuelle Preisniveau entspricht dem tiefsten Stand seit Mitte Juni. Die Nachfrage zieht spürbar an, was sich bald auch auf die Lieferzeiten auswirken könnte. Verbrauchern mit geringem Vorrat wird daher eine baldige Bestellung dringend empfohlen.
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