Die Preise für Holzhackschnitzel haben im ersten Quartal des Jahres nur geringe Veränderungen erfahren. Trotz steigender Rundholzpreise blieb der Markt für Hackschnitzel nahezu unberührt, was vor allem auf die hohen Lagerbestände zurückzuführen ist. Laut dem Deutschen Pelletinstitut (DEPI) sank der Durchschnittspreis der Qualitätsklasse A1 bei einer Abnahme von 80 Schüttraummetern (SRM) um 1,32 % im Vergleich zum vorherigen Quartal.
Verfügbarkeit trotz Kälte gesichert
Die Versorgung mit Holzhackschnitzeln war selbst in den kalten Wintermonaten stabil. Dies lag einerseits an den großen Lagermengen, die Händler vorausschauend angelegt hatten, und andererseits an der verbesserten Verfügbarkeit von Rohholz im Vergleich zum Vorquartal.
Kaum Auswirkungen durch gestiegene Holzpreise
Laut Martin Bentele vom DEPI haben sich die Bedingungen für Holzhackschnitzel im Gegensatz zum letzten Quartal entspannt. Die Preiserhöhung bei Rundholz habe kaum Auswirkungen auf den Hackschnitzelmarkt gezeigt, was auch auf den hohen Lagerbestand zurückzuführen sei. Zudem verzeichnete die Papier- und Zellstoffindustrie eine sinkende Nachfrage nach Industrieholz.
Kostenvorteile gegenüber fossilen Brennstoffen
Im Vergleich zu fossilen Energieträgern wie Öl und Gas bieten Hackschnitzel weiterhin einen erheblichen Kostenvorteil. Sie sind etwa 60 % günstiger als Heizöl und rund 47 % günstiger als Erdgas, was ihre Attraktivität in Zeiten hoher Preise für fossile Brennstoffe zusätzlich erhöht.
Preise und Qualitätsklassen im Überblick
Laut DEPI kostet ein Schüttraummeter der Qualitätsklasse A1 im vierten Quartal 2025 durchschnittlich 37,11 €/SRM, was 4,54 ct/kWh oder 227,23 €/t atro entspricht. Die Preisermittlung erfolgt quartalsweise durch das DEPI, wobei Unternehmen ihre Preise freiwillig melden können.
Die Qualitätsklassen richten sich nach dem ENplus-Standard: Klasse A1 hat einen Wassergehalt bis zu 15 m-%, Aschegehalt bis zu 1,5 m-%, und einen Feinanteil von maximal 5 m-%. Klasse A2 weist einen Wassergehalt zwischen 20-35 m-%, Aschegehalt bis zu 2,5 m-%, und einen Feinanteil bis zu 8 m-% auf. Qualitätsklasse B erlaubt einen Wassergehalt ab 35 m-%, Aschegehalt bis zu 5 m-%, und einen Feinanteil von höchstens 10 m-%.
