Die jüngsten Viehzählungsergebnisse in Europa zeigen, dass der Rückgang der Rinderbestände möglicherweise gestoppt ist. Ende 2025 wurden in der EU insgesamt 71,5 Millionen Rinder gezählt, was lediglich einem leichten Rückgang von 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Stagnation der Rinderbestände
In vielen EU-Ländern hat sich der Abwärtstrend der Rinderbestände abgeschwächt. Eine Ausnahme bildet Spanien, das als eines der wenigen Länder einen Zuwachs verzeichnen konnte. Frankreich bleibt jedoch unangefochten an der Spitze: Rund 20 % aller europäischen Rinder sind dort zu finden. Deutschland und Spanien folgen auf den nächsten Plätzen.
Längerfristige Entwicklungen
Trotz dieser kurzfristigen Stabilisierung ist die Rinderpopulation in Europa seit 2020 um 6,6 % geschrumpft. Verantwortlich für diesen Rückgang sind unter anderem erhöhte Produktionskosten, längere Dürrephasen und strengere Tierschutzauflagen. Die Zahl der Kühe ging nur minimal um 0,8 % zurück, was darauf hindeutet, dass sich die Bestandszahlen mittelfristig stabilisieren könnten.
Zukunftsperspektiven
Die aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2025 könnten ein Wendepunkt sein. Experten sehen jedoch weiterhin Herausforderungen für die Landwirtschaft in Europa. Die Balance zwischen wirtschaftlichen Anforderungen und nachhaltiger Tierhaltung bleibt eine zentrale Aufgabe für Agrarpolitik und Praxis.
