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Winterfest: Mobilställe optimal für Geflügelhalter vorbereiten!

Für Geflügelhalter, die ihre Tiere in Mobilställen halten, stellt der Winter besondere Herausforderungen dar. Die Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit kann entscheidend sein, um den Komfort und die Gesundheit der Legehennen und Hähnchen zu gewährleisten. Neben Schnee und Frost sind es auch extreme Wetterbedingungen wie Dauerregen, die Probleme bereiten können.

Standortwahl und Bodenmanagement

Ein wesentlicher Aspekt bei der Vorbereitung auf den Winter ist die Standortplanung. Landwirte sollten rechtzeitig eine geeignete Fläche auswählen, um den Rest des Auslaufs zu schonen. Vorzugsweise sollte diese „Opferfläche“ erhöht liegen oder zumindest über einen tragfähigen Boden verfügen, um Staunässe zu vermeiden. Eine gute Erreichbarkeit des Mobilstalls über befestigte Wege ist ebenfalls wichtig, besonders in nassen Bedingungen. Durch das Auskoffern und Stabilisieren von stark beanspruchten Bereichen mit Hackschnitzel-Matten oder Gittern kann die Zugänglichkeit verbessert werden.

Schutz vor Kälte und Wind

Um den Tieren Schutz vor kaltem Wind zu bieten, wird empfohlen, die Stirnseite des Stalls in die Hauptwindrichtung auszurichten. Zusätzlich können Windschutzplatten montiert werden. Ein stabiler Zaun ist essenziell, da aufgeweichte Böden schnell nachgeben können. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass alle Lufteinlässe und Fenster dicht schließen, ohne jedoch das Stallklima zu beeinträchtigen.

Hygiene im Mobilstall

Die Hygiene spielt im Winter eine entscheidende Rolle im Stallmanagement. Trockene Einstreu ist wichtig, um Gerüche zu vermeiden und Erkrankungen vorzubeugen. Strohpellets sind aufgrund ihres hohen Saugvolumens eine gute Wahl als Einstreu. Zudem sollten Sitzstangen regelmäßig gereinigt werden, um Verletzungen durch sprödes Material zu verhindern. Ein weiterer Punkt ist der Schutz der Wasserleitungen vor Frost durch geeignete Isolierung oder Heizung.

Technische Ausstattung und Notfallvorsorge

Da im Winter weniger Solarstrom zur Verfügung steht, sollten Landwirte über Notstromlösungen wie Batterie-Backups oder Generatoren nachdenken. Auch ein Notfallplan für technische Defekte sollte vorhanden sein, damit jeder weiß, was zu tun ist, falls beispielsweise die Fütterungsautomatik ausfällt. Die Beweglichkeit von schwerer Technik muss in der kalten Jahreszeit sichergestellt sein.

Beschäftigungsmöglichkeiten für Geflügel

Um Langeweile bei den Tieren zu vermeiden, können Flächen mit Klee oder Luzerne bereitgestellt werden. Alternativ sorgt Zusatzfutter wie Siloballen oder gekeimtes Getreide für Abwechslung im Auslauf oder Scharrraum. Altgrasstreifen bieten zusätzlich Deckung und Windschutz.

Bereitschaft für Vogelgrippe-Szenarien

Geflügelhalter müssen darauf vorbereitet sein, dass bei einem Ausbruch der Vogelgrippe kurzfristig eine Stallpflicht angeordnet werden könnte. In diesem Fall sollte genügend Platz im Stall vorhanden sein sowie eine reibungslose Logistik für Entmistung und Fütterung gewährleistet bleiben.