Die Ölpreise sind am vergangenen Freitag weitgehend unverändert geblieben, zeigen jedoch im asiatisch geprägten Handel am Montagmorgen eine Aufwärtsbewegung. Dies führt dazu, dass auch die Heizöl-Notierungen in Deutschland steigen.
*Heizölpreise werden von fastenergy.de zur Verfügung gestellt. Partnerprogramm.
Die aktuellen Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte „Brent“ werden derzeit bei etwa 61 Dollar pro Barrel gehandelt. Eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Januar kostet zur Stunde etwa 615 Dollar. Der Euro wird heute Morgen zu einem Kurs von etwa 1,1723 Dollar gehandelt.
Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Preisentwicklung ist die fortgesetzte Seeblockade der USA gegen Venezuela, die das Angebot auf dem Weltmarkt verringert. Das „schwere“ Rohöl aus Venezuela kann nicht einfach durch andere Ölsorten ersetzt werden, da beispielsweise das Öl aus Westafrika qualitativ zu unterschiedlich ist. Somit kann es nicht als vollständiger Ersatz dienen.
Auch im Ukraine-Krieg gibt es derzeit keine Fortschritte zu verzeichnen. Weitere Sanktionen durch die USA und die EU sind weiterhin möglich. Die Ukraine verstärkt zudem Angriffe auf russische Exportanlagen, was zu einem Rückgang der Liefermengen für Länder wie China führt.
Analysten sehen die Ölpreise trotz eines insgesamt bärischen Marktumfelds kurzfristig gestützt. Die Hoffnung auf schnelle Friedensgespräche schwindet, während die Möglichkeit eines Überangebots nach wie vor besteht. Einige Experten erwarten bis zum Jahresende aufgrund der geopolitischen Lage noch leicht steigende Preise. Für das kommende Jahr rechnen sie jedoch mit einem Rückgang der Ölpreise aufgrund eines anhaltenden Überangebots.
Insgesamt zeigt der Markt langfristig bärische Tendenzen, aber kurzfristig bullische Bewegungen. Für die Inlandspreise ergeben sich aktuell nur leichte bis moderate Aufschläge gegenüber dem Stand vom Freitag. Die Heizölpreise in Deutschland werden deshalb heute aller Voraussicht nach ebenfalls mit leichten bis moderaten Aufschlägen in den ersten Handelstag der Woche starten. Erste Preistendenzen und Berechnungen deuten auf einen Anstieg von rund einem halben Cent pro Liter hin.
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