Im ersten Halbjahr 2025 hat sich der internationale Handel mit Milchprodukten ausgeweitet, obwohl die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von politischen Differenzen geprägt sind. Besonders dynamisch zeigte sich dabei der Bereich Käse, wie aktuelle Auswertungen der ZMB verdeutlichen.
Ein deutlicher Zuwachs ist vor allem im globalen Käsehandel zu erkennen. Dieses Segment legte stärker zu als alle anderen Produktgruppen. Auch Butter und Molkenpulver verzeichneten ein Wachstum, während das Geschäft mit Milchpulver zurückging.
Die führenden Exportländer konnten ihre Verkäufe von Butter und Käse im betrachteten Zeitraum ausbauen. Allerdings verlief die Entwicklung bei den einzelnen Herkunftsländern nicht einheitlich. Während einige Anbieter ihre Position festigten, mussten andere Einbußen hinnehmen.
Für die Europäische Union fielen die Ergebnisse gemischt aus. Zwar konnte auch sie am wachsenden Weltmarkt teilnehmen, doch fiel der Zuwachs geringer aus als der globale Durchschnitt. Vor allem im Bereich Butter und Vollmilchpulver verlor die EU Anteile, auch beim Käse blieb der Anstieg hinter der weltweiten Entwicklung zurück.
Anders gestaltete sich die Lage für die USA und Neuseeland. Beide Länder konnten im Butter- und Käsehandel ihre Rolle ausbauen. Neuseeland behauptete zudem seine führende Position beim Vollmilchpulver, während die EU und die Vereinigten Staaten bei Molkenprodukten die wichtigsten Lieferanten blieben.
Die Halbjahresbilanz 2025 zeigt damit eine deutliche Verschiebung innerhalb der internationalen Handelsströme. Käse bleibt das Zugpferd des globalen Milchhandels, während andere Segmente wie Vollmilchpulver an Gewicht verlieren.
