Ab dem 1. Januar stehen dänische Landwirte vor neuen Herausforderungen: Die Fixierung von Sauen in Abferkelbuchten wird stark eingeschränkt. Laut einer neuen Verordnung dürfen die Tiere nur noch für einige Tage um den Abferkeltermin herum in Ferkelschutzkörben gehalten werden. Bisher war die Fixierung während der gesamten Abferkel- und Laktationszeit erlaubt.
Strengere Vorschriften zum Tierwohl
Die dänische Regierung verfolgt mit dieser Maßnahme das Ziel, das Wohlbefinden der Sauen zu verbessern. Das Landwirtschaftsministerium hebt hervor, dass die Fixierung das natürliche Verhalten der Tiere einschränkt und somit deren Wohlergehen beeinträchtigt. Die bisherige Praxis sollte verhindern, dass Sauen ihre neugeborenen Ferkel erdrücken. Doch nun wird stärker auf das Tierwohl geachtet.
Größere Buchten gefordert
Ein weiterer Aspekt der neuen Regelungen betrifft die Größe der Abferkelbuchten. Zukünftig müssen diese mindestens 6,5 Quadratmeter groß sein, damit sich Sau und Ferkel frei bewegen können. Für bestehende Anlagen gilt eine Übergangsfrist von 15 Jahren, um diese Anpassungen umzusetzen.
Längerer Zeitraum für Freilandhalter
Landwirte, die bereits auf Freilandhaltung umgestellt haben, profitieren von einer großzügigeren Frist von 25 Jahren zur Erfüllung der neuen Anforderungen. Diese Anpassungen sind Teil des Tierschutzabkommens „Gemeinsam für die Tiere“, das im Februar 2024 beschlossen wurde und eine Verbesserung des Tierwohls in Dänemark anstrebt.
Dänemark ist damit Vorreiter in Europa bei Maßnahmen zur Erhöhung des Tierwohls in der Schweinezucht. Für Betriebe bedeutet dies jedoch sowohl organisatorische als auch finanzielle Herausforderungen, da Investitionen in neue Buchten und Haltungsmethoden notwendig werden könnten.
