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US-Expertin: So hilft Heu bei gegenseitigem Kälber-Besaugen

Das Thema des Besaugens bei Kälbern ist vielschichtig und erfordert individuelle Lösungsansätze. Eine Möglichkeit zur Verbesserung der Situation bietet das Bereitstellen von Heu.

Viele Landwirte sind der Meinung, dass eine Haltung von Kälbern in Paaren oder Gruppen das Fressverhalten durch den gesunden Wettbewerb fördert. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass solch eine Gruppenhaltung sich günstig auf die Nahrungsaufnahme und das Wachstum der Tiere auswirkt. Die Kälber neigen dazu, gemeinsam mit ihren Stallgenossen zu fressen, was sich auch im Erwachsenenalter als vorteilhaft erweist. Allerdings kann zu starke Konkurrenz dazu führen, dass einige Tiere im Wachstum zurückbleiben.

Landwirte haben unterschiedliche Techniken entwickelt, um zu vermeiden, dass Kälber sich gegenseitig die Milch wegnehmen. Eine Methode ist, die Tränken an gegenüberliegenden Enden des Stalls zu platzieren, um die Tiere räumlich zu trennen. Auch der Einsatz von Barrieren oder speziell angefertigten Futterständen aus Draht kann helfen, den Diebstahl von Milch zu unterbinden.

Es hat sich gezeigt, dass bei Kälbern in durchgängigen Stallanlagen weniger Konkurrenz um die Milchaufnahme herrscht. Konflikte lassen sich durch die Verwendung von Saugern mit niedriger Durchflussrate oder durch Nuckeleimer verringern. Trotzdem kann der Größen- oder Altersunterschied zwischen den Kälbern deren Wettbewerb um die Milch beeinträchtigen.

In den USA ist das Füttern von Heu an nicht abgesetzte Kälber eher unüblich, in Europa hingegen ist es teilweise sogar vorgeschrieben. Forschungen haben ergeben, dass Kälber, denen Heu zur Verfügung steht, dieses bevorzugen und dadurch ihr natürliches Verhaltensmuster besser ausleben können. Ein Heuangebot kann zudem ungewöhnliche Saugaktivitäten minimieren.

Die Phase des Absetzens stellt eine stressreiche Zeit für Kälber dar, in der das gegenseitige Besaugen einsetzen kann. Ein schrittweises Entwöhnen ist entscheidend, um den Übergang für die Tiere zu erleichtern. Die Milchentwöhnung muss sorgfältig geplant werden, um die Aufnahme von festem Futter zu fördern und eine gute Gewichtszunahme zu sichern.

Kälber, die größere Mengen an Milch oder Milchersatzstoffen erhalten haben, sollten tendenziell später abgesetzt werden. Eine Paarhaltung in Kombination mit einer höheren Milchration kann das Fressverhalten positiv beeinflussen. Dabei ist es ratsam, die Milchmenge allmählich zu reduzieren, um den Kälbern ausreichend Zeit zur Anpassung an feste Nahrung zu geben.

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