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Die Kosten landwirtschaftlicher Krisen in Frankreich steigen kontinuierlich.

Steigende Ausgaben für Agrarkrisen in Frankreich

Die finanzielle Belastung durch die Unterstützung der Landwirtschaft in Frankreich hat in den letzten Jahren dramatische Höhen erreicht. Eine vom Institut für Klimaökonomie durchgeführte Studie bringt ans Licht, dass der französische Staat im Jahr 2022 über 2,1 Milliarden Euro investierte, um Landwirte in Zeiten von Klimakatastrophen, Tierseuchen und politischen Unruhen zu unterstützen. Diese Summe zeigt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den 900 Millionen Euro des Vorjahres. Im Zeitraum von 2013 bis 2020 wurden jährliche Unterstützungsleistungen von 500 Millionen Euro nie überschritten, wobei in nur zwei Jahren der Betrag von 250 Millionen Euro merklich übertroffen wurde.

Unerwartete Belastungen der Staatskasse

Die vom Institut genannten Zahlen stellen lediglich eine Untergrenze dar, da zusätzliche Kosten wie Personalaufwendungen und Beiträge auf EU- und kommunaler Ebene nicht miteinbezogen wurden. Zusätzlich zu den direkten Unterstützungsleistungen mussten im Jahr 2022 auch 453 Millionen Euro für Präventions- und Überwachungsmaßnahmen aufgewendet werden. Dieser Anstieg der Ausgaben ist vor allem auf erhöhte Zuschüsse zu Ernteversicherungen und Fördermittel für klimaanpassende Investitionen zurückzuführen.

Bedenkliche Entwicklungen

Das Institut für Klimaökonomie äußert ernsthafte Bedenken hinsichtlich dieser finanziellen Trends. Die Agrarproduktion und das Gleichgewicht bei der Verteilung öffentlicher Ressourcen geraten zunehmend unter Druck. Die Notwendigkeit, unversicherte Schäden zu kompensieren, nimmt zu und erfordert einen steigenden personellen und finanziellen Aufwand zur Bewältigung der Krisen. Darüber hinaus wirft das Institut die Frage auf, ob diese Entwicklungen den Übergang zu nachhaltigeren Wirtschaftsmodellen gefährden. Die umfangreiche Kompensation von Schäden könnte potenziell die Mittel für wichtige Transformationsmaßnahmen reduzieren. Laut der Studie entsprechen die Ausgaben für die Bewältigung von Agrarkrisen im Jahr 2022 etwa 40% des Budgets des französischen Landwirtschaftsministeriums.

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