Im Juni hat der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) berechnete globale Lebensmittelpreisindex einen Durchschnittswert von 128 Punkten erreicht. Damit liegt er um 0,7 Punkte oder 0,5 Prozent über dem Niveau des Vormonats.
Während die Preise für Getreide und Zucker leicht zurückgingen, stiegen gleichzeitig die Preisindizes für Milchprodukte, Fleisch sowie pflanzliche Öle. Insgesamt lag das Juni-Ergebnis um sieben Punkte beziehungsweise 5,8 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Vom Höchststand im März 2022 ist der aktuelle Index jedoch noch immer 32,2 Punkte oder 20,1 Prozent entfernt.
Der Subindex für Getreide erreichte im Juni einen Wert von 107,4 Punkten. Das entspricht einem Rückgang um 1,6 Punkte oder 1,5 Prozent gegenüber Mai. Wesentlicher Grund dafür ist das saisonal bedingte größere Angebot aus Argentinien und Brasilien, was zu einem stärkeren Wettbewerb unter den Exportnationen führte. Dadurch setzte sich der Rückgang der Weltmarktpreise für Mais, der bereits im Vormonat begonnen hatte, weiter fort. Auch die Preise für Sorghum und Gerste gingen im Juni zurück. Im Gegensatz dazu verzeichnete Weizen einen leichten Anstieg, begünstigt durch witterungsbedingte Unsicherheiten in wichtigen Anbauregionen wie Russland, Teilen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten – trotz insgesamt guter Erträge auf der Nordhalbkugel.
Im Bereich pflanzlicher Öle kletterte der Preisindex im Juni auf 155,7 Punkte. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,5 Punkten oder 2,3 Prozent im Vergleich zum Mai. Die FAO führt diesen Anstieg vor allem auf höhere Notierungen für Palm-, Raps- und Sojaöl zurück. Lediglich die Preise für Sonnenblumenöl verzeichneten einen leichten Rückgang.
